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„Rat & Hilfe“ in Caritas eingegliedert

Im Zuge der Strukturreform legte die Diözese St. Pölten die Verantwortung und Leitung von "Rat & Hilfe" in die Hände der Caritas. Bisher war die Ehe-, Partner-, Familien- und Lebensberatung, die in 18 Beratungszentren in allen Bezirken in der Diözese St. Pölten angeboten wird, den Pastoralen Diensten zugeordnet. Die Caritas gehöre zum Herzen der Kirche, sagte Bischof Klaus Küng bei einem Festakt zur Übergabe der Einrichtung, und „Rat & Hilfe“ solle „mitten im Herzen der Kirche angesiedelt“ sein.
Nicht nur die Kirche, sondern die gesamte Gesellschaft befinde sich in einem „gewaltigen Umbruch“, sagte Bischof Küng. So sei auch bei den caritativen und pastoralen Diensten die Notwendigkeit zur Veränderung gegeben, „um auch morgen ihre Aufgaben zu erfüllen“. Durch die multiprofessionelle Kompetenz der Einrichtung könne „Rat & Hilfe“ ganzheitlich helfen, was „der Wahrheit des Menschenbildes entspricht“, so Küng.


Es gehe ihm „sehr gut“ mit der Übergabe der Beratungseinrichtung aus seinem Verantwortungsbereich an die Caritas, sagte der Leiter der Pastoralen Dienste, Josef Winklmayr. „Rat & Hilfe“ sei „professionell und selbständig aufgestellt“ und werde bei der Caritas „fachlich optimal“ angesiedelt sein. Durch den Trägerwechsel würden außerdem Synergien möglich, die der Diözese jährliche Einsparungen von 400.000 Euro brächten, wie Caritas-Direktor Friedrich Schuhböck erklärte.


Zeiten des Umbruchs seien nie angenehm, auch nicht in der Kirche, betonte Schuhböck. Gerade deswegen sei dem caritativen Bereich „uneingeschränkte Aufmerksamkeit“ zu schenken: „Die Caritas ist unverzichtbarer Wesensträger der Kirche.“ Schuhböck verstehe sich nicht als verlängerter Arm des Wohlfahrtsstaates, sondern als „Mitarbeiter beim Aufbau des Reiches Gottes“.


Sieben hauptberufliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie80 freie Berater, Therapeuten, Juristen, Psychologen und Ärzte haben im Vorjahr in der Diözese mehr als 25.000 Beratungs-, Therapie-, Mediations- und Besuchsbegleitungsstunden geleistet.
Gegründet wurde „Rat & Hilfe“ vor 37 Jahren als Familienberatungsstelle. Im Laufe der Zeit erweiterte und differenzierte „Rat & Hilfe“ das Angebot, „so dass die einzelnen Menschen, die sich an uns wenden, individuell passende professionelle Beratung und Begleitung bekommen“, berichtete die Leiterin Christiana Klimka. „Generell sind unsere Angebote verschwiegen, kompetent, offen und lösungsorientiert.“


Neben der allgemeinen Beratung bietet „Rat & Hilfe“ Psychotherapie, Mediation, bäuerliche Familienberatung, Supervision, Jugendberatung, Besuchsbegleitung, Familienplanung, Männerberatung, Erziehungsberatungen, sowie Rechtsberatungen, erklärte Beate Schneider, die zuständige Caritas-Bereichsleiterin für „Menschen in Not“.


Foto: Caritas-Bereichsleiterin Beate Schneider; Josef Winklmayr, Leiter Pastorale Dienste; Bischof Klaus Küng; Christiana Klimka, Leiterin "Rat & Hilfe"; Caritas-Direktor Friedrich Schuhböck (v.l.)


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