Radioansprache Karfreitag

Liebe Hörerinnen und Hörer! Der Karfreitag ist ein Anlass zum Innehalten und zum Nachdenken.
Warum musste Jesus sterben? Warum wird von uns Christen das Kreuz verehrt? Warum ist in den letzten Jahren in manchen Ländern, zuletzt auch bei uns wegen der Kreuze an den Wänden in Schulen und anderen öffentlichen Gebäuden ein Streit entstanden?
Der unmittelbare Grund für die Verurteilung Jesu zum Tod am Kreuz war seine Aussage, dass er Sohn Gottes ist. Seine Ankläger hielten dies für eine Gotteslästerung. Pilatus gegenüber gab Jesus in Bezug auf die Frage, ob er ein König sei, die Antwort: „Dazu bin ich geboren und in die Welt gekommen, dass ich für die Wahrheit Zeugnis ablege. Jeder, der aus der Wahrheit ist, hört auf meine Stimme.“ Sie wollten und wollen ihn nicht hören.


Für uns Christen ist das Kreuz ein Zeichen der Hoffnung. Wir hoffen, dass wir unser Lebensziel erreichen trotz unserer Schwächen, weil Er, Christus mit seinem Blut Himmel und Erde miteinander versöhnt hat. Das Kreuz ist für uns ein Zeichen, das gerade auch in schwierigen Situationen Kraft gibt, denn er hat den Tod besiegt und uns gezeigt: Wer ihm nachfolgt, wer ausharrt und ihm treu ist, obwohl es vielleicht schwer wird und große Mühe abverlangt, der wird leben, auch wenn er stirbt. Schließlich: Die Kirche segnet mit dem Zeichen des Kreuzes, denn nach Auffassung des Glaubens zeigt nichts in der Welt deutlicher als das Kreuz, wie weit die Liebe Gottes zu uns Menschen reicht. Er hat sein Leben für uns hingegeben. Wer wie Christus lieben lernt, wird selbst zum Segen.


Möge sich durch das Kreuz der Friede Christi in der Welt verbreiten.