Pfarrhaushälterinnen - ein großer Schatz der Kirche

„Sie sind ein Schatz der Kirche und tun so Vieles oft im Verborgenen“, begrüßte Bischof Klaus Küng die Pfarrhaushälterinnen zum 40-jährigen Jubiläum ihrer Berufsgemeinschaft am 9. November im Bildungshaus St. Hippolyt in St. Pölten. In seiner Predigt zum Festgottesdienst erinnerte Bischof Klaus, dass er ebenso ein 40-jähriges Jubiläum feierte, nämlich seine Priesterweihe. Bei seinen vielen Besuchen in Pfarren habe er den Eindruck gewonnen, dass beim Dienst der Pfarrhaushälterinnen stets die Kirche im Mittelpunkt stehe. „Es mögen verschiedene Motive sein, diesen Dienst anzutreten, doch im Grunde ist es die Liebe zur Kirche“, sagte der Bischof in der Kapelle des Bildungshauses.
„Wir haben Grund zur Dankbarkeit gegenüber Gott, wenn jemand sein Leben auf diese Weise in den Dienst Gottes stellt“, sagte er. Eine Pfarrhaushälterin komme mit vielen Schwächen der Kirche in Berührung, die oft sehr schmerzlich seien und an denen man leide, wies der Bischof hin. Daneben gebe es auch viele schöne Momente und Freude in diesem Beruf. Letztlich aber, so der Bischof, werde alles zum Anlass, Gott für alles zu danken.
Bischof Klaus Küng sprach den Anwesenden Mut zu, dass Gott trotz der Zunahme leer stehender Pfarrhöfe und der „Verdunstung des Glaubens“ die Seinen nicht im Stich lasse. Wichtig sei, dass auch in Zukunft Menschen bereit sind, füreinander da zu sein.
Am Ende der Festmesse wurden vier Pfarrhaushälterinnen für ihre langjährigen Dienste bedankt.


Bereits am Vortag habe die Pfarrhaushälterinnen das neu eröffneten „Prandtauerhaus“ in der Klostergasse, in dem sich die Pastoralen Diensten befinden, besichtigt und sich ein Bild von der pastoralen Arbeit sowie über die neu adaptierten Räume machen können. Der Direktor der Pastoralen Dienste, Dr. Sepp Winklmayr führte die Pfarrhaushälterinnen durch das Haus und zeigte die wichtigsten Einrichtungen, darunter der Behelfsdienst mit seinen vielfältigen Angeboten.


Die Berufsgemeinschaft der Pfarrhaushälterinnen wurde 1970, vor 40 Jahren, als erste derartige Einrichtung in St. Pölten auf Anregung des damaligen Generalvikars Prl. Dr. Alois Tampier ins Leben gerufen. Dabei ging es vor allem um die Orientierung und Vertiefung der Berufsauffassung, um Weiterbildung, gemeinschaftliche Treffen, gegenseitige Hilfe und um die geistigen und geistlichen Grundlagen für diesen Berufsstand. Erreicht wurden damit auch die sozialrechtliche Absicherung sowie ein österreichweit gemeinsames Berufsbild.


Homepage der Pfarrhaushälterinnen Österreichs