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Osthilfesammlung setzt auf Bildung für Kinder und Jugendliche

„Neben Katastrophenfällen unterstützen wir armutsbekämpfende Projekte durch langfristige und mehrjährige Hilfe“ erläutert Caritasdirektor Fritz Schuhböck den Auftakt zur diesjährigen Osthilfe-Kampagne die jedes Jahr im Februar gemeinsam mit den Pastoralen Diensten der Diözese durchgeführt wird. Im Mittelpunkt stehen heuer Bildungsprojekte für Kinder, unter ihnen für Straßenkinder in Tirana, für Kinder aus Fushe Arrez in Nordalbanien, die Adaptierung einer Schule in Estland und die Errichtung eines Kinderheimes in der UIkraine.
Ausstellung "Kind sein in Albanien“ bis 19. Februar im Kassensaal der Sparkasse NÖ St. Pölten, Domgasse.
„Wir müssen auf zwei Seiten stehen“, so Caritasdirektor Schuhböck: „Bei der Katastrophenhilfe wissen wir nicht, wann, wo und in welchem Ausmaß Katastrophen auftreten. Dort müssen wir gemeinsam mit unseren Partnern möglichst rasch helfen“, weist er auf die laufende Hilfe für die Erdbebenopfer in Haiti hin.
Dennoch müssen auch die anderen Hilfsprojekte weiterlaufen, sollen sie Erfolg haben, weist er hin. Dieses Jahr bilden besonders behinderte Kinder einen Schwerpunkt. In Albanien leben behinderte Menschen noch unter schwierigsten Bedingungen, sagt Schuhböck. Behinderte Kinder werden von ihren Familien versteckt und sind auch gesellschaftlich nicht integriert, weisen Albert Nikola, Caritasdirektor von Tirana in Albanien und Eleona Memetaj, Caritasleiterin für Menschen mit Behinderung, ebenfalls aus Albanien, hin. „Hier ist weithin noch viel Bewusstseinsbildung nötig“, unterstreichen sie.


150.000 Euro erwartet


In drei Regionen Albaniens soll nun für Familien mit behinderten Kindern ein Hilfsnetz aufgebaut und auch die Gemeinden mit einbezogen werden. In Fushe Kruje, etwa 120 Kilometer nördlich von Tirana, wird ein erstes Tageszentrum für behinderte Kinder errichtet, so Eleona Memetaj.


Dass gerade die Hilfe für Kinder Zukunft hat, unterstreicht auch der Direktor der Pastoralen Dienste, Sepp Winklmayr. „Wir schützen die Kinder davor, auf den Straßen zu verkommen und allein gelassen zu werden“. Die Staaten in den östlichen Ländern würden sich kaum um die Kinder und ihre Ausbildung kümmern. So seien nur etwa drei Prozent des Staatshaushaltes in Albanien für Bildung vorgesehen.


Caritas und Pastorale Dienste erwarten sich aus der diesjährigen Sammlung etwa 150.000.- Euro, die am Sonntag, 7. Februar in allen Kirchen der Diözese durchgeführt wird. Neben der Spendenwerbung in den Pfarren wird die Kampagne über Gratis-Werbespots im ORF, Großplakate und Inserate in Printmedien beworben.


Ausstellung im Kundenraum der Sparkasse NÖ-Mitte-West in St. Pölten


Neben der Unterstützung für die Werbemittel der Osthilfekampagne stellt die Sparkasse Niederösterreich-Mitte-West auch ihre Räumlichkeiten für die Ausstellung „Kind sein in Albanien“ von Alfred Kasess, Magdalena Niklas und Fotograf Franz Kreiner zur Verfügung. Zu dieser Ausstellung gibt es auch ein Buch mit Text und Fotos, das für eine Spende von der Caritas St. Pölten bestellt werden kann.
Die Texte stammen von Magdalena Niklas, die Fotos von Franz Kreiner. „Bilder müssen nicht laut sein“, sagt Ideengeber Alfred Kasess. „Auch ein lachendes Kind kann die Welt verändern“


Osthilfesammlung