Ostern hat Bezug zu Gegenwart und Zukunft

Auch mitten in der Kirchenkrise gebe es Menschen, die von ihren Begegnungen mit Jesus, dem Auferstandenen, mit der gleichen Überzeugung berichten können wie einst Maria von Magdala und die Jünger von Emmaus, erklärte Bischof Klaus Küng in seiner Predigt am Ostersonntag, dem 4. April im Dom zu St. Pölten. Er drückte seine Hoffnung aus, dass die Kirche nach gründlicher Reform wieder zu einer „vitalen Kraft“ gelange.
Predigt im Wortlaut In vielen Situationen trete Jesus auch heute den Menschen entgegen und spreche sie an, sagte der Bischof in der Predigt am Ostermorgen. Durch die Heilige Schrift werde seine Lehre vermittelt und in der Feier der Eucharistie „begegnen wir ihm direkt und ganz persönlich“.
Das Ereignis der Auferstehung Jesu stehe so „mit der Gegenwart und mit unserer Zukunft in Bezug“ und bedeute für alle Menschen eine große Hoffnung, unterstrich Küng. Es wäre wichtig, dass jeder Mensch Christus erkenne, im eigenen Leben aufnehme und „diese Perspektive des ewigen Lebens“ wahrnehme.
Auch wenn derzeit schlecht von der Kirche geredet werde, gebe es in ihr auch Grund zu Zuversicht und Freude. Im Verlauf der Geschichte sei sie oft in eine Situation geraten, in der eine „dringende und gründliche Reform“ nötig gewesen sei. Es sei zu einer Besinnung gekommen, sodass die Kirche nicht nur die Stürme überstanden habe, sondern „neuerlich zu einer vitalen Kraft“ gelangt sei, drückte Bischof Küng seine Hoffnung auch für die heutige Situation aus.


Predigt im Wortlaut