„Nicht die Arbeit verwalten, sondern den Menschen dienen“

„Schon der Name ‚Pastorale Dienste’ soll ein Hinweis sein, dass nicht das Verwalten kirchlicher Arbeit, sondern der Dienst an und mit den Christen in den Pfarren und Gruppen unserer Diözese im Vordergrund steht“. So der Direktor der Pastoralen Dienste, Dr. Sepp Winklmayr bei der Eröffnung des neu renovierten Hauses in der St. Pöltner Klostergasse 15, in dem die Einrichtungen der Pastoralen Dienste, vormals „Pastoralamt“, untergebracht sind.
Die neue Homepage der Pastoralen DiensteNach einjähriger Restaurierungs- und Sanierungsarbeit konnten die neu gestalteten Räume im ehemaligen Wohnhaus Jakob Prandtauers wieder bezogen werden. Winklmayr erinnert, dass 190 Personen aus 30 Firmen an diesen Restaurierungs- und Adaptierungsarbeiten beteiligt waren und „vom ersten Krampenschlag bis zum ersten Lampenklick“ den eng berechneten Zeitplan genau einhalten konnten.


Neues Büro- und Servicezentrum


Entstanden sei ein modernes Büro- und Servicezentum, das den Menschen in den Pfarren Hilfe und Unterstützung für ihren pastoralen Auftrag geben will. „Wir wollen mit aller Kraft daran arbeiten, dass die Menschen Heimat und Geborgenheit in unseren Pfarrgemeinden finden“, sagte Winklmayr.


Über 250 Personen nahmen an der Eröffnung teil, unter ihnen die Bischöfe Klaus Küng. Anton Leichtfried und Heinrich Fasching, weiters Generalvikar Eduard Gruber und das Domkapitel, der St. Pöltner Bürgermeister Matthias Stadler, der zweite Landtagspräsident Herbert Nowohradsky, Äbte und Ordensobere, Dechanten, Diakone, Pastoralassistenten und sogar ehemalige Schülerinnen des einstigen Taubstummeninstitutes, das sich bis 1938 in diesem Haus befunden hat.


Zusammenarbeit im "Prandtauerjahr"


Bürgermeister Stadler bedankte sich für die „vielen Kooperationen“, die im „Prandtauerjahr“ zum 350. Geburtstag des Barockbaumeisters, zwischen Diözese, Stadt und Land möglich waren. Gerade historische Gebäude zu erhalten und zu pflegen sei eine besondere Herausforderung, sagte er und bezeichnete die Restaurierung des einstigen Wohnhauses Prandtauers als eine besondere „Verschönerung der Innenstadt“.
„Viele wissen gar nicht, was die Kirche alles leistet“, sagte der zweite Präsident des Landtages, Herbert Nowohradsky in Hinblick auf die vielen Aktionen der Einrichtungen der Pastoralen Dienste. Diese reichen von der „Sternsingeraktion“, der „Aktion 72 Stunden ohne Kompromiss“ bis zum „Netzwerk der Solidarität“, über das in den vergangenen Jahren mehr als 1.500 Menschen eine Arbeit gefunden haben.


Stets "offene Türen" erwünscht


Für den Präsidenten der Katholischen Aktion, Armin Haiderer, soll der „Tag der offenen Tür“ nicht nur an einem Tag im Jahr sein, sondern die Türen immer offen stehen. Für die Vertreterin der PastoralassistentInnen, Maria Zehetgruber, ist das Wichtigste die gute Zusammenarbeit mit den Pastoralen Diensten, gegenseitigem Verstehen und aufeinander Hinhören. Auch Dechant Alfred Winkler aus dem nördlichen Waldviertel sieht die persönliche Begegnung als oberste Priorität, die bereits von den MitarbeiterInnen dieses Hauses ausgehen müsse. „Wir müssen auf alle Menschen zugehen und besonders jene ansprechen, die der Kirche fern stehen“, betonte er. Für den Dekanats-Jungscharverantwortlichen von Herzogenburg, Michael Haberfellner sei gerade die neue räumliche Nähe von Jungschar und Jugend im renovierten Haus ein neuer Ansatz, für eine bessere Zusammenarbeit.


Ein Zeichen der Erneuerung


Bischof Klaus Küng erinnert in seinen abschließenden Worten an seinen ersten Besuch im Haus Klostergasse 15 und die lang gehegten Wünsche, dieses Gebäude zu renovieren. Dies konnte allerdings erst nach einer Neukonzipierung der Pastoralen Dienste erfolgen, wies er hin. Nun sei er „dankbar, dass wir dieses Gebäude für unsere Diözese erneuern konnten“ und betonte: „Unsere Arbeit ist ein großes Abenteuer mit Gott, der uns ruft“. So entstehe Kirche, die selbst immer wieder erneuert werden müsse.


Gemeinsam mit Direktor Winklmayr, dem geistlichen Leiter Gerhard Reitzinger, Bürgermeister Matthias Stadler, Landtagspräsident Herbert Nowohradsky und KA-Präsident Armin Haiderer durchschnitt Bischof Klaus Küng zur Eröffnung das rote Band vor dem Eingangstor. In vier Stationen wurde der einstigen BewohnerInnen , der verschiedenen Aufgaben in der geschichte des Hauses sowie der nun hier arbeitenden Menschen gedacht, das neu adaptierte Haus der „Pastoralen Dienste“ gesegnet und seiner Nutzung übergeben.