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Lebensqualität zentrales Element bei Hochbetagten

„Ihre Sprache sprechen - Ihre Welt verstehen“ – unter diesem Motto fand im NÖ Landtagssaal in St. Pölten kürzlich die Hospiz-Enquete des Landesverbandes Hospiz Niederösterreich (www.hospiz-noe.at) statt. Zentraler Inhalt war die Begleitung der letzten Lebensphase hochbetagter Menschen. Der Schweizer Arzt Dr. Roland Kunz, Leiter eines Kompetenzzentrums für Palliative Care in Affoltern wies auf den Anstieg von Menschen über 80 hin. Ihr Anteil wird in Österreich von 3,7 % (2001) auf 11,7 % (2050) steigen. „Gerade bei hochbetagten Menschen hat Palliative Care eine wichtige Bedeutung. Es geht um mehr als Symptomkontrolle und Schmerztherapie“, unterstreicht Kunz. Für den - auch für Angehörige und Betreuende - zentralen Faktor Lebensqualität, wichtig sind Selbstwertgefühl, Förderung körperlichen Wohlbefindens, positive Emotionen wie Humor, das Gefühl von Zugehörigkeit und Akzeptanz, Lust und Genuss – Essen, Zärtlichkeit, Musik, usw. sowie Vermeidung von Angst und Scham.


„Wichtig ist bei der Betreuung Hochbetagter das Fördern von Autonomie, Interdisziplinarität, Einbeziehung ehrenamtlicher MitarbeiterInnen und ein gender- sowie herkunftsensibles Vorgehen“, ergänzt DSA Karl Bitschnau, MAS Leiter der Hospizbewegung Vorarlberg. „Es braucht Zeitressourcen für entlastende Gespräche mit Betreuten, Angehörigen und MitarbeiterInnen. Weiters Zeit und Raum für Psychohygiene z. B. durch Supervision, Team- und Fallbesprechungen“.


2010 startete ein Qualitätsentwicklungsprojekt von Hospiz Österreich und Landesverband Hospiz Niederösterreich, um Hospizkultur und Palliative Care in Heimen umzusetzen. Wichtiges ist dabei die Schulung möglichst vieler Mitarbeiterinnen aus allen Bereichen. Die ersten Erfolge sind vielversprechend. Dieses Pilotprojekt soll ab nächstem Jahr in ganz Österreich umgesetzt werden.


(Mag. Christian Freiselben-Teutscher)


Foto: NLK Pfeiffer