Künstlerbrunch mit Bischof Küng

„Künstler haben die besondere Gabe, Leuchtzeichen zu setzen und darauf hinzuweisen, was die eigene Spur im Leben bedeuten kann“, sagte Bischof Klaus Küng bei einem Treffen mit Künstlerinnen und Künstlern zur Finissage der Fastenausstellung „Spurwechsel“ im Sommerrefektorium des Bistumsgebäudes. Der Künstlerbrunch diente einem regen geistigen Austausch über die Bedeutung eines Spurwechsels im Leben anhand der ausgestellten Kunstwerke.
11 bildende Künstler und 4 Literaten präsentierten auf Einladung des Katholischen Akademikerverbands der Diözese St. Pölten (KAV) Werke zum Themenkomplex „Spurwechsel – Nachhaltigkeit – Schöpfungsverantwortung“. Spuren seien immer ein Hinweis, „vielleicht auch auf Gott“, sagte Bischof Küng im Gespräch mit den Künstlern und interessierten Gästen. Bedeutsame Spurwechsel in unserem eigenen Leben seien oft ein Anruf Gottes. Die „Trampelpfade“, auf denen viele Menschen gehen, seien oft „verwaschen und lehmig“, so Küng, jeder Mensch habe jedoch seine eigene Spur im Leben.


Um überhaupt einen Spurwechsel vornehmen zu können, müsse erst eine Spur gefunden werden, überlegte die Kunstkeramikerin Sabine Bauer. Auch das könne schon eine Herausforderung sein. Das Ausmaß des Wechsels hänge dann auch vom Vertrauen ab, dass man in das Leben hat. „Zum Spurwechsel brauche ich auch einen Impuls“, betonte Bildhauer Gotthard Obholzer, das könne auch eine Begegnung sein. Jedenfalls müsse man für einen Spurwechsel „in Bewegung sein“, ergänzte die Malerin und Grafikerin Henriette Leinfellner. Die Literaten hätten schließlich die Spuren der bildenden Künstler beobachtet und in ihren Beiträgen „Möglichkeiten des Spurwechsels verdichtet“, erklärte Literatur-Kuratorin Doris Kloimstein.


Bei der Ausstellung „Spurwechsel“ im Sommerrefektorium des Bistumsgebäudes in St. Pölten zeigte der KAV Werke folgender Künstler: Charlotte Karner, Obergrafendorf; Adelheid Torky, geboren in Rumänien, lebt und arbeitet in NÖ; Sabine Bauer, Krems; Eva Meloun, Wien; Gotthard Obholzer, Neustift; Regina Hadraba, Waidhofen/Thaya; Ingrid Reichel, St. Pölten; Henriette Leinfellner, Wien und NÖ; Brigitte Oberlik-Burtscher, Wien; Heliane Wiesauer-Reiterer, Neulengbach; Lothar Bruckmeier, Eichgraben.
Kuratorinnen der Ausstellung waren Dr. Ursula Fischer (Galerie am Lieglweg, Neulengbach) und Renate Minarz (Schupfengalerie, Herzogenburg).
Mitglieder des PEN-NÖ – Herbert Pauli, Roswitha Klaushofer, Matthias Mander und Christl Geller – erarbeiteten unter der Leitung von Doris Kloimstein Texte zu einigen der ausgestellten Kunstwerke.