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Kirchen feiern am 17. Jänner den „Tag des Judentums“

Die Kirchen in Österreich feiern am 17. Jänner den „Tag des Judentums“. Das Christentum ist in seinem Selbstverständnis wesentlich mit dem Judentum verbunden; damit dies den Christen immer deutlicher bewusst wird, hat der Ökumenische Rat der Kirchen in Österreich (ÖRKÖ) im Jahr 2000 den „17. Jänner - Tag des Judentums“ als Gedenktag im Kirchenjahr eingeführt. Das Datum für den „Tag des Judentums“ ist bewusst gewählt: Im Anschluss findet vom 18. bis zum 25. Jänner weltweit die „Gebetswoche für die Einheit der Christen“ statt: Bei allen Trennungen der Christenheit untereinander ist allen Kirchen gemeinsam, dass sie im Judentum verwurzelt sind.


„Der Tag des Judentums ist ein Tag für Christen“, betont der Präsident des Koordinierungsausschusses für christlich-jüdische Zusammenarbeit, Pastor Prof. Helmut Nausner. „Es ist ein Tag gegen das Vergessen und zwar nicht nur im Blick auf das Schreckliche, das in Europa von den Nazis den Juden angetan worden ist, sondern ein Tag gegen das Vergessen einer fast 2.000-jährigen Unrechtsgeschichte“, schreibt Nausner auf der Internetseite des Koordinierungsausschusses.


Zu einer Veranstaltung unter dem Titel „Bis 120 - Lebenszyklus im Judentum“ laden der Katholische Akademikerverband, die Philosophisch Theologische Hochschule St. Pölten und der Ökumenische Arbeitskreis NÖ-West am 18. Jänner um 19 Uhr ins St. Pöltner Bildungshaus St. Hippolyt. Vorträge halten dabei der Alttestamentler P. Gottfried Glaßner, die Judaistin und Religionspädagogin Ruth Winkler und der Neutestamentler Josef Pichler.
Winkler beschreibt Lebensstufen und Geschlechterrollen aus jüdischer sicht: Vorschriften und Gebräuche nach der Geburt, Erziehung, Erwachsenwerden, Ehe und Partnerschaft, Umgang im Trauerfall, Gedenken. Paulus-Experte Pichler bringt einen Kurzbeitrag über die „Beschneidung und Taufe bei Paulus“.