Katholische Frauenbewegung: größte Frauenorganisation Österreichs mit Zukunft

Die Katholische Frauenbewegung (kfb) sei als größte Frauenorganisation Österreichs eine „wirkungsvolle Kraft in Kirche und Gesellschaft“, betonte die Diözesanvorsitzende Anna Rosenberger bei der Herbstkonferenz in St. Pölten. Mit insgesamt über 42.000 Teilnehmerinnen bei 2.325 Veranstaltungen allein auf Pfarrebene sei die kfb auch eine bedeutende Bildungseinrichtung im Land. Mit dem begonnenen „Qui vadis“-Prozess will die kfb ihre Identität bis zum 70-Jahr-Jubiläum 2017„klären und stärken“.
„Wie würde die Kirche ohne Frauen aussehen?“, fragte Erika Kirchweger, kfb-Vorsitzende der Diözese Linz, als Gastreferentin bei der Herbsttagung der kfb St. Pölten. Seit über 60 Jahren sei die kfb eine „starke Kraft in der Kirche“. In den Pfarren sei jedoch die Frage spürbar, „wie es mit der Frauenbewegung weitergehen soll“, so Kirchweger. Im „Qui vadis“-Prozess will die kfb gegenüber den Herausforderungen der Welt von heute auf dem Fundament des Bewährten ihre „Konturen stärken“.


Der Zukunftsprozess solle „nicht getrieben von Problemen, sondern gezogen von unseren Visionen“ ablaufen, betonte Kirchweger: „Als katholische Frauen haben wir mit dem Evangelium eine Botschaft, die wir hinaustragen wollen, eine Vision, die uns antreibt.“ Vorsitzende Rosenberger machte auf das Spannungsfeld aufmerksam, das entstehe, wenn „Bewährtes festgehalten und dabei Veränderungen zugelassen“ würden. Deswegen sei es notwendig, dass der Prozess „von der Spiritualität der kfb getragen“ werde.


Bei ihrer Herbsttagung wählten die Delegierten der kfb die Diözesanleitung für eine neue fünfjährige Funktionsperiode. Anna Rosenberger, die den Diözesanvorsitz 2008 von Helli Renner übernommen hatte, wurde einstimmig in ihrem Amt bestätigt. Als Stellvertretende Vorsitzende wurden Gisela Grasmann und Elfriede Gindl, in das Leitungsteam Anna Raab, Elisabeth Hetzendorfer und als neues Mitglied Leopoldine Fröschl gewählt. Elfriede Haindl scheidet mit Jahresende als hauptamtliche Diözesanassistentin aus; eine qualifizierte Nachfolgerin wird gesucht.


Fotos:
Diözesanleitung (v.l.): Diözesanassistentin Elfriede Haindl, Stv. Vors. Elfriede Gindl, Geistl. Assistent Franz Schabasser, Diözesanvorsitzende Anna Rosenberger, Diözesanassistentin Christine Plank, Elisabeth Hetzendorfer, Leopoldine Fröschl, Anna Raab.
Erika Kirchweger, kfb-Vorsitzende der Diözese Linz