Jugend im Einsatz um das Weltkulturerbe Wachau

Zwei Wochen lang – vom 22. August bis 4. September - haben sich Jugendliche verschiedener Nationalitäten in der Landschaftspflege dafür eingesetzt, das Weltkulturerbe Wachau zu erhalten – und zwar bei einem freiwilligen Einsatz in der der Wachau-Regionalentwicklung in Dürnstein. Die Einsatzorte befinden sich im Herzen der Wachau, so in Dürnstein und in Rossatz-Arnsdorf. Die artenreichen Wiesen bereichern das Landschaftsbild der Wachau und sind ein wichtiger Aspekt für die Auszeichnung „Weltkulturerbe“ durch die UNESCO. Sie beherbergen Orchideen und unzählig verschiedene Insekten- und Schmetterlingsarten, die durch den Rückgang der Mäh- und Weidewirtschaft stark bedroht sind.
Über drei Jahre hindurch erbringen nun etwa 300 Freiwilligen eine gewaltige Arbeitsleistung. Dieses Projekt „WachauVolunteer“ der Wachau-Regionalentwicklung wurde bereits mit dem "Natura 2000-Preis" des Landes ausgezeichnet.


Die Arbeit im steilen Gelände und teilweise sommerliche Temperaturen haben so manchen Ehrenamtlichen ins Schwitzen gebracht. Entschädigt werden sie durch die herrliche Kulisse des Donautals. Die Motivation der Jugendlichen sind unterschiedlich, aber alle wollen einen Teil der Ferien sinnvoll nutzen.
Die 28-jährige Lieselott aus Schweden über ihren Eindruck nach dem ersten Arbeitstag: „Steile Hänge, große Hitze, aber viel Spaß.“ Bei der gemeinsamen Arbeit bleibt genügend Zeit, dass die jungen Menschen ihre Kulturen einander näher bringen und sich Sprachkenntnisse aneignen. In diesen unterschiedlichen Dimensionen, die gleichermaßen zwischenmenschlich, interkulturell und naturbezogen sind, liegt das Interessante am Projekt, so Projektleiterin Anna-Sophie Pirtscher: Auf der einen Seite geht es um den Erhalt der gefährdeten Natur, um die biologische Vielfalt und Landschaftspflege. Durch den Kontakt verschiedener Nationalitäten wird ein Austausch geschaffen, Freundschaften geknüpft sowie Vorurteile gegenüber anderen Kulturen abgebaut.
Die Umweltbaustelle „WachauVolunteer“ wird über das Programm LEADER der Europäischen Union gefördert.