Infoabende zu Missbrauch in Kirche und Gesellschaft

In einer übersexualisierten Welt nehmen sexuelle Übergriffe zu. Es gibt sie unter anderem in jenen Berufen, denen Kinder anvertraut sind – leider auch im kirchlichen Bereich. Gerade in diesen Berufsfeldern dürfen sexuelle Übergriffe weder vertuscht noch verharmlost noch entschuldigt werden.
Das Katholische Bildungswerk bietet in vier Regionen der Diözese Vorträge zu dieser Thematik mit der Psychoanalytikerin Dr. Rotraud Perner und einem diözesanen kirchlichen Vertreter an:
Donnerstag, 29. April, 19.30 Uhr in Amstetten, Gasthof Sandhofer
Montag, 3. Mai, 19.30 Uhr in St. Pölten, Bildungshaus St. Hippolyt
Montag, 7. Juni, 19.30 Uhr in Horn, Canisiusheim
Donnerstag, 7. Oktober, 19.30 Uhr in Zwettl, Pfarrheim. Ein einziger Sexualtäter ist bereits zuviel, denn er verursacht vielfaches Leid: nicht nur bei der Person, deren leiblich-seelische und geistige Unversehrtheit und sexuelle Gesundheit er verletzt, sondern auch bei allen Nahestehenden.
Gehört ein Sexualtäter einem sogenannten Elternersatzberuf an, zerstört er zudem auch das Vertrauen in seine Professionalität – und in die gesamte Berufsgruppe. In diesen Tagen auch in die Institution Kirche. Die Frohe Botschaft des Evangeliums wird dadurch geradezu pervertiert. Es ist gerade die Kirche, die nun mit allen Mitteln gegen derartige Missbrauchsfälle auftritt und bedingungslose Aufklärung verlangt.
In Berufsfeldern, die mit Kindern zu tun haben, dürfen sexuelle Übergriffe noch weniger vertuscht, verharmlost oder entschuldigt werden als anderswo.
Wissen Priester und andere Menschen mit Erziehungsanspruch überhaupt, wo und wie sie diese Grenze ziehen sollen? In welchen Bereichen muss die Kirche dazulernen, um von den Menschen wieder glaubwürdig zu sein?
Wie sollen wir mit Verdachtmomente, bzw. geschehenem Missbrauch in rechter Weise umgehen? Welche Rahmenbedingungen braucht es, damit sexuelle Gewalt gar nicht stattfindet? Wie können verursachte oder auch alte Verletzungen behandelt werden oder heilen?


Nähere Informationen: Peter Haslwanter, T 02742/324 2353