Held ist man im Alltag - oder gar nicht

“Ihr bringt Schwung in den Gottesdienst, der über eure Stimmen und aus euren Herzen kommt”. So eröffnete der Göttweiger Abt P. Columban Luser den abschließenden Jugendgottesdienst zum Thema "Hero - Held" im Bildungshaus St. Hippolyt am Samstag, dem 13. März nach dem ersten Jugendchöretag. An diesem haben über 220 Personen teilgenommen. Auch für Sonntag haben sich über 220 jugendliche Sängerinnen und Sänger angemeldet. Der abschließende Gottesdienst stand unter dem Thema “Hero” – Held. In einem kurzen Skatch zeigten Jugendliche auf, was Held-sein heute bedeuten kann: nicht große Dinge tun, sondern im Alltag Menschen trösten, wenn sie traurig sind - und auch eine Schokolade mit ihnen teilen.


“Hero-sein muss sich im Alltag abspielen oder es spielt sich nichts ab”. Mit diesen Worten untermauerte auch Abt Columban das Wesentliche des Heldenhaften im Alltag. Das Böse in der Welt lebe nur von der Feigheit der Guten, erklärte er. Daher solle man den Mut haben, offen zu reden, wenn es nötig sei. Im Grunde beginne das Heldenhafte dort, “wo ich mich vom Ego verabschiede und ins Du hineinwachse”, unterstrich Columban. Das Du, so der Göttweiger Abt, sei “das Du Gottes, aber auch das Du eines jeden Menschen, der eine helfende Hand braucht”.


Am Jugendchöretag nehmen Jugendliche und junge Erwachsene sowie Chorleiterinnen und Chorleiter teil, um gemeinsam zu singen und sich in verschiedenen Sparten der Musik weiterzubilden. Jugendliche können unter Anleitung von Fachleuten neue Erfahrungen im Chorsingen erwerben und ihre Interessensgebiete vertiefen. Elf Workshops wurden angeboten, angefangen von Stimmbildung über Jazz bis zu Rhythmusexperimenten.


Im Festsaal übten über 220 Jugendliche im großen Chor unter der Leitung von Mag. Michaela Wolf und Kirchenmusikreferent Mag. Johann Simon Kreuzpointner „leichte und peppige Lieder“ ein, die auch den musikalischen Rahmen für den Jugendgottesdienst bildeten.