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Fastenaktion fördert Ausbildung früherer Kindersoldaten

„In einem Land, in dem es über 30.000 ehemalige Kindersoldaten gibt, ist es eine der größten Herausforderungen und Notwendigkeiten, nach dem Bürgerkrieg für ihre Integration in die Zivilgesellschaft zu arbeiten“, betont Sr. Johanna Datzreiter von der Diözese Gbarnga in Liberia. Geplante Maßnahmen sind beispielsweise die Ausbildung zum Maurer, Tischler und in landwirtschaftlichen Berufen, die für den Wiederaufbau des Landes wichtig sind.
Die jungen Leute lebten zum Teil 15 Jahre lang mit Waffen, erklärt die Franziskanerin der Missionarinnen Mariens, die aus Ober Grafendorf (NÖ) stammt. Nun sollen sie durch eine gute Ausbildung wieder in die Zivilgesellschaft eingegliedert werden. Bei dem Projekt, das die Fastenaktion der Diözese St. Pölten unterstützt, handelt es sich um eine Art Berufsschule, die nach dem Krieg unter freiem Himmel ihren Anfang nahm. Diese soll in Zukunft nicht nur ehemaligen Kindersoldaten offen stehen, sondern auch Kindern, die sonst keine Zugang zu weiterer Ausbildung hätten.


Es gibt auch vereinzelt Mädchen, die diese typischen Männerberufe ergreifen, wie Datzreiter berichtet. In der Regel besuchen Frauen und Mädchen, die meist ohne Vorbildung sind, jedoch eine „Ein-Raum-Hauswirtschaftsschule“, in der sie alles in einfacher Weise erlernen können, was für eine moderne Liberianerin von Relevanz ist. Diese spezielle Ausbildung der Mädchen wird bereits durch die Missions-Kerzenaktion der Katholischen Frauenbewegung der Diözese St. Pölten unterstützt.


Begleitend werden Nachkriegstherapien durch befreundete NGO´s und Personen, die in Ghana und Nigeria speziell ausgebildet wurden und die afrikanische Kultur und Mentalität besser verstehen. „Ein Großteil dieser Therapeuten kommen aus unserer eigenen Schwesternschule in Monrovia, die auf medizinische Psychologie und Traumatherapie spezialisiert ist“, so Datzreiter. „Die Ordensleute, die jahrelangen Einblick in das Bürgerkriegsgeschehen hatten, sind aufgrund ihrer Erfahrungen eine hervorragende Unterstützung für diese Gruppen.“


Konkret wird der beantragte Geldbetrag verwendet für den weiteren Ausbau der Berufsschule, die tägliche Ausspeisung der jungen Leute, für Baumaterialien, Werkzeuge, Arbeitskleidung, sowie für die Gehälter der Lehrerinnen und Lehrer.


36 Hilfsprojekte in Afrika, Asien, Lateinamerika und Österreich


Unter dem Motto „Einfach leben“ sammelt die Fastenaktion der Diözese St. Pölten heuer für insgesamt 36 Hilfsprojekte in Afrika, Asien, Lateinamerika und Österreich gemeinsam Spenden gesammelt. In der Fastenaktion sind Projekte aller diözesanen Organisationen in einer einzigen Aktion zusammengefasst.


In den Pfarren wird dieser Tage das Fastensackerl zusammen mit einer Informationsbroschüre der Fastenaktion ausgetragen oder liegt in den Kirchen auf. Gerne können Sie auch direkt auf das Konto der Fastenaktion einzahlen: Raiffeisenbank Region St. Pölten, BLZ 32585, Konto-Nr. 1.200.666 lautend auf „Fastenaktion“. Die Spenden sind steuerlich absetzbar!
Weitere Informationen gibt es auf der neu gestalteten Homepage der Fastenaktion .