„Es ist gut, immer wieder aus dem Tal emporzusteigen“

Weit über 500 Gläubige sind bei strahlend-sonnigem Wetter am 1. August auf den Ötscher, den höchsten Berg der Diözese gestiegen, um mit Bischof Klaus Küng und “Ötscherpfarrer” Roman Sinnhuber die traditionelle Messe am Gipfel zu feiern. Für Bischof Klaus war es die erste Gipfelmesse als Bischof auf dem Ötscher, für GR Roman Sinnhuber, der vor Kurzem seinen 80. Geburtstag feierte, bereits die 32. Für manche Menschen war der eineinhalbstündige Weg von der Ötscherhütte zum 1893 Meter hohen Gipfel ein beschwerlicher Anstieg, für andere nur eine kleine Wanderung. Manche sind sogar von Tal aus aufgestiegen, um an diesem Ort „Eucharistie zu feiern, Gott zu loben und zu beten“, wie Bischof Klaus Küng am Beginn der Feier sagte.


“Es ist gut, immer wieder aus dem Tal emporzusteigen und vom Alltag Abstand zu nehmen”, sagte der Bischof bei der Predigt zu den Anwesenden. Wer nur im Tale bleibe, für den bestehe die Gefahr, die Perspektiven zu verlieren. Der Bischof bedauerte, dass viele Menschen „nach Lust und Laune“ leben und die vermeintliche Freiheit ihnen dennoch zur Unfreiheit werde.
Man solle vielmehr darauf achten, die wahre Freiheit nicht zu verlieren und aus dem Tal des Lebens immer wieder emporzusteigen, um Gott zu suchen, wies der Bischof hin. Man werde dabei erkenne, dass es eine Quelle gibt, die Perspektiven für das Leben gibt. Wer dies tue, werde auch Beispiel für die Jugend sein können, sagte der Bischof.


Ein Sextett der Blasmusikgruppe aus Lackenhof umrahmte den Gottesdienst am Gipfel des Ötscher mit der Schubertmesse. Die Kollekte war für die Augustsammlung der Kath- Männerbewegung und Caritas für die Hungernden in Afrika, Asien und Lateinamerika bestimmt.