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Erdbeben in Haiti: Hilfe aus der Kirche voll angelaufen

Nach dem schweren Erdbeben in
Haiti ist die Hilfe kirchlicher Netzwerke voll angelaufen. Die
Caritas verteilt trotz schwierigster Bedingungen erste Lebensmittel,
Decken und Hygieneartikel an die Katastrophenopfer. "Wir können Gott
sei Dank auf Katastrophenlager am Ort zurückgreifen, die nicht
zerstört wurden", so Sabine Wartha, Katastrophehilfeleiterin der
Caritas Österreich, in einer Aussendung. Zusätzliche Hilfsgüter
werden derzeit aus Lagern der benachbarten Dominikanischen Republik
geliefert. Internationale Caritas-Helfer sind in das Krisengebiet
unterwegs, um die lokale Caritas zu unterstützen.


Die Caritas betreibt in Haiti etwa 200 Gesundheitszentren. Wie viele
vom Erdbeben zerstört wurden, sei noch nicht bekannt, so Wartha. Der
Großteil des verwüsteten Gebietes um die Hauptstadt Port-au-Prince
ist nach wie vor ohne Wasser, Elektrizität und Telefonverbindungen.

Zahlreiche Hilfsorganisationen versuchen, die Opfer mit sauberem
Trinkwasser, Lebensmittel und medizinischer Betreuung zu versorgen.
Ziel ist dabei auch, den Ausbruch von Seuchen zu verhindern. Die
Caritas bittet die Österreicher dazu dringend um die Unterstützung
durch Spenden. "Die Menschen in diesem bitterarmen Land werden vor
allem für Notunterkünfte und beim Wiederaufbau unsere Hilfe
benötigen", erklärt Caritas-Katastrophehilfeleiterin Wartha.

Zehntausende kämpfen um ihr Überleben

"Jetzt geht es für zehntausende Menschen um das Überleben",
appelliert auch der Nationaldirektor der Päpstlichen Missionswerke
"Missio Austria", Msgr. Leo Maasburg, an die Solidarität der
Österreicher. "Missio" hat den Menschen in Haiti über kirchliche
Projektpartner und Netzwerke bereits 50.000 Euro an Soforthilfe zur
Verfügung gestellt. "Am schlimmsten leiden unter einer solchen
Katastrophe immer die Mittellosen", erklärte Maasburg: "Ihnen hilft
nun die Kirche gezielt."

Hilfreich sei dabei das besonders dichte Netzwerk der katholischen
Kirche in Haiti. "Gerade in so einem Fall muss man sich auf
Netzwerke verlassen können, damit Hilfe auch tatsächlich ankommt",
so Maasburg weiter. Die Päpstlichen Missionswerke verfügten über
eine solche effiziente Hilfsstruktur.

Laut "Missio" leisten Ordensleute und Priester bereits seit Beginn
der Katastrophe persönliche Hilfe. Wo immer möglich, gewähren
Kirchen, Klöster und kirchliche Einrichtungen den Opfern Obdach,
Essen und auch seelischen Beistand.

Erzbischof unter den Todesopfern

Unter den Erdbebenopfern in
Haiti soll sich auch der Erzbischof der Hauptstadt Port-au-Prince,
Serge Miot, befinden. Das meldete der römische Pressedienst "misna"
unter Berufung auf örtliche Kirchenmitarbeiter. Der Leichnam des
63-Jährigen sei in der erzbischöflichen Residenz gefunden worden.
Unter den Trümmern werden laut "misna" noch weitere Opfer aus dem
Stab der Kirchenleitung befürchtet, darunter Generalvikar Charles
Benoit.

Spendenkonten für die Erdbebenhilfe

Caritas der Diözese St. Pölten: Raiba 76000, BLZ 32585, Kennwort: Erdbeben Haiti.

Caritas Österreich: PSK 7700004 (Bankleitzahl 60000), Kennwort: "Erdbeben
Haiti". Online spenden: www.caritas.at Spenden per sms: 0664-660
3333 (einfach Spendenbetrag eingeben und abschicken, wird von der
Telefonrechnung abgebucht).

"Missio" - Päpstliche Missionswerke: PSK 7015500 (Bankleitzahl
60000), Kennwort "Haiti"; Online-Spenden sind auf www.missio.at
möglich.

"Jugend Eine Welt": PSK 92083767 (Bankleitzahl 60000), Kennwort:
"Erdbeben Haiti".