„Die Ohrwaschln des Herzens öffnen“

Wie kann man seine Berufung erkennen? Wie verstehen, was Gott von einem will? Das waren die Themen, welche Bischof Küng bei einer Katechese anlässlich einer Wallfahrt nach Maria Taferl zum diözesanen Weltjugendtag am 13. März ansprach. Trotz eisigen Schneegestöbers waren mehr als 50 Jugendliche in einer Sternwallfahrt ins Pfarrheim der Wallfahrtsbasilika gekommen.
„Ich bin überzeugt: Jesus geht auch durch die Straßen unserer Zeit und spricht den einen oder die andere an“, sagte Bischof Küng zum Motto des diesjährigen Weltjugendtages „Guter Meister, was muss ich tun, um das ewige Leben zu gewinnen?“ (Mk 10,17) Jeder sei im Alltag immer eingeladen, den Herrn wie der junge Mann des Evangeliums zu fragen: „Was fehlt mir noch?“ Dann sei es allerdings nötig, „still zu werden und die Ohrwaschln des Herzens zu öffnen“.


Hilfreich sei es zudem, sich auf dem Weg zur Gewissheit einige kleine Dinge vorzunehmen, bei denen man vorankommen wolle, denn: „Wer so versucht, im Kleinen treu zu sein, der wird früher oder später wissen, was sein Weg ist.“ Am Ende stehe man schließlich auf dem vorgesehenen Platz, „in meinem Fall in St. Pölten – oder Maria Taferl“.


Im Frageteil brachte der Bischof die Jugendlichen mit der spannenden Geschichte seiner eigenen Berufungsgeschichte immer wieder zum Lachen. Anschließend an die Katechese konnten sich die jungen Pilger bei Gulaschsuppe stärken, bevor sie mit einem Rosenkranz, einer Jugendmesse und einer Nachtanbetung die Wallfahrt ausklingen ließen.