Weihbischof Anton Leichtfried bei der Karfreitagsliturgie
Pilgern im Sommer
Erntekrone
 
 

Die letzte Lebensphase menschenwürdig gestalten

„Unsere Gesellschaft muss sich der Gestaltung der letzten Lebensphase bewusst stellen“, verlangt die Vorsitzende des Landesverbandes Hospiz in Niederösterreich, Dr. Brigitte Riss anlässlich des internationalen Hospiz- und Palliative Care-Tages, der am 9. Oktober weltweit der begangen wird. In Niederösterreich ist die Errichtung von Hospiz- und Palliativstrukturen bereits weit fortgeschritten, wobei auch die Caritas einen wesentlichen Anteil trägt. So haben sich im vergangenen Jahr 605 Frauen und Männer mit insgesamt 51.229 Stunden in den Dienst der Hospizbewegung gestellt. Sie haben damit einen wesentlichen Beitrag zur psychosozialen und emotionalen Entlastung der PatientInnen und deren Angehörigen geleistet. Nicht nur Schmerzlinderung und Symptomkontrolle seien wichtig, sondern auch „die Wünsche, Ängste und Hoffnungen Schwerkranker sowie Sterbender und ihrer Angehörigen wahrzunehmen und zu respektieren“, weist Riss hin. Das Gespräch, sich Zeit nehmen und einfach da zu sein, spiele eine bedeutende Rolle.


Über 350 Pflegepersonen, ÄrztInnen, SozialarbeiterInnen, TherapeutInnen und SeelsorgerInnen haben in Niederösterreich bereits an interdisziplinären Lehrgängen teilgenommen.
Zurzeit läuft in acht Pflegeheimen in Niederösterreich das Pilotprojekt „Hospizkultur und Palliative Care im Pflegeheim“. Damit sollen die Hospiz- und Palliativversorgung in allen Pflegeheimen gewährleistet und sichergestellt werden, um die Lebensqualität der betroffenen Personen zu verbessern.
„Hospiz macht Schule“ ist ein weiteres Projekt, Kinder und Jugendliche einfühlsam in bisherige „Tabu-Themen“ wie Abschied, Sterben, Tod und Trauer heranzuführen. Sterben ist ein Teil des Lebens.


Am 17. Jänner 2011 startet wieder ein interdisziplinärer Basislehrgang Palliative Care des Landesverbandes Hospiz.
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