Die Kirche spricht viele Sprachen

„Die Kirche spricht viele Sprachen. Doch diese bilden nur eine Sprache: die der Liebe“ So P. Josip Pasaricek von der kroatischen Gemeinde beim ersten gemeinsamen Gottesdienst zum Sonntag der Völker im Dom zu St. Pölten. Erstmals fand heuer im Dom von St. Pölten ein gemeinsamer Gottesdienst zum „Sonntag der Völker“ mit MigrantInnen aus Kroatien, Polen, Afrika und aller Welt sowie einheimischen ChristInnen statt. Dompfarrer Norbert Burmettler, P. Josip Pasaricek und Pfr. Sabinus Okechukwu Iweadighi feierten in der Domkirche die Messe mit Elementen aus den Herkunftsländern der MigrantInnen. So wurden Lieder auf kroatisch, polnisch, deutsch und in Ibo gesungen, die Gaben mit Trommelklängen nach afrikanischer Art zum Altar gebracht und das „Vater Unser“ Hand in Hand in vielen Sprachen gemeinsam gebetet.


In der Predigt hob P. Josip von der kroatischen Gemeinde hervor, dass die Kirche viele Sprachen spricht, aber alle diese Sprachen eigentlich nur eine Sprache bilden - „die Sprache der Liebe, die zu Gott als Weihrauch aufsteigt.“ Die unterschiedlichen Kulturen und Sprachen können einander in der Gemeinschaft des Glaubens bereichern. “Im geistlich-theologischen Sinn sind wir alle Ausländer“, wies P. Josip hin, denn Paulus schreibt: „unsere Heimat ist im Himmel“.


Anschließend an den Gottesdienst waren alle im Kreuzgang zu einer Agape mit kroatischem, afrikanischem und palästinensischem Essen geladen, bei dem gefeiert, miteinander geplaudert, gesungen und getanzt wurde.


Fotos: Mato Saric