Der Pfarrgemeinderat der Zukunft wird missionarisch sein

“Wir sind unterwegs zu einer missionarischen Kirche” stellt Bischof Klaus Küng vor Pfarrgemeinderäten und weiteren Delegierten aus der Diözese St. Pölten fest, die Mitte Mai am Kongress der Pfarrgemeinderäte gemeinsam mit den Bischöfen Österreichs in Mariazell teilnehmen werden. Vom 13. bis 15. Mai findet in Mariazell eine Wallfahrt mit abschließendem Kongress der Pfarrgemeinderäte Österreichs unter den Thema “Wo Gott ist, ist Zukunft” statt. “Die Pfarrgemeindräte der Zukunft werden sich in Richtung “Missionsräte” entwickeln müssen”, prognostiziert der Bischof. Man werde vor neuen Aufgaben stehen, die viel Kreativität und neue Initiativen erfordern, sagte er. Jede Pfarre werde eine Gebetsschule sein müssen, die Kinderkatechese und Elternbildung werden ein wesentliches Element der pfarrlichen Pastoral sein und die Jugendarbeit werde eine Art “Berufungspastoral” werden.


Bunter, dynamischer, kreativer, …


Die Erneuerung der Sakramentenpastoral werde zum Ziel haben, Menschen zu lehren, Christen zu werden. Der kommende Pfarrgemeinderat werde viele neue Bereiche umfassen. Darin werde für Menschen mit unterschiedlichen Begabungen Platz sein. Wies Bischof Klaus hin. Der pfarrliche Pastoralrat werde ähnlich wie heute strukturiert sein, aber viel dynamischer sein müssen. “Kreativität und eine starke Verwurzelung im Glauben” werden die Anforderungen an jeden aktiven Pfarrgemeinderat sein.
Insgesamt sieht der Bischof ein Ende der Volkskirche gekommen. Sie gehöre bereits heute der Vergangenheit an, sagte er. Die gläubigen Menschen werden sich zur Eucharistie versammeln. Viele werden Es werde mit der heutigen gesellschaftlichen Entwicklung unzufrieden sein und sich auf die Suche begeben. Es wird weiters neue geistliche Zentren brauchen, wo sich geistliches Leben entwickeln und entfalten kann.


Wertschätzung des Pfarrgemeinderates


Die angekündigte Wallfahrt nach Mariazell mit anschließendem Kongress sei ein Zeichen der Wertschätzung der Pfarrgemeinderäte, erklärte der Leiter des Bereiches “Pfarre” in den pastoralen Diensten der Diözese, Mag. Christian Ebner. Es gehe im Kongress nicht darum, Resolutionen zu verabschieden und Erklärungen abzugeben, sondern vielmehr um ein gemeinsames Suchen und einander zuzuhören, um gemeinsam einen guten Weg in die Zukunft zu planen.
Für die Delegierten gibt es auch die Möglichkeit einer mehrtägigen Fußwallfahrt nach Mariazell, um sich auf den Kongress einzustimmen.