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Das Paradies auf der Bühne

Der Ort ist ungewöhnlich wie auch die Form. Bischof Klaus Küng spricht am Donnerstag, dem 9. Dezember im Rahmen des Dialogs zwischen den Kulturen in der Bühne im Hof in St. Pölten über die Paradieserzählungen im Christentum und Islam.
Dies haben Reinhard Gosch vom Theater Bühne im Hof und Dr. Eduard Habsburg, bischöflicher Medienreferent, in einem Pressegespräch bekannt gegeben. Auf dem Tisch liegt ein Granatapfel, Symbol des einstigen – und/oder kommenden - Paradieses. Genau darüber wird Bischof Klaus Küng am Donnerstag, dem 9. Dezember um 19.30 Uhr in der Bühne im Hof in St. Pöltensprechen, erzählen und sich den verschiedenen Fragen und Anfragen stellen.


Vor zehn Jahren wurde dieser Dialog zum Internationalen Jahr des „Dialogs zwischen Kulturen“ ins Leben gerufen. Seit 2006 lädt die Bühne im Hof in St. Pölten Künstler, Philosophen, Meinungsbildner und Vertreter aus Kultur, Wissenschaft und Religionen zu Diskussionen und Vorträgen ein. Der britische Autor, Filmemacher und Historiker Tariq Ari, der Exiliraner und Autor Bahman Nirumand, der Journalist und Schriftsteller Günter Kaindlstorfer, der Islamwissenschaftler und Publizist Tariq Ramadan und die palästinensische Schriftstellerin Sahar Khalif waren bereits Gäste in der Bühne im Hof.


Für Bischof Klaus Küng ist es eine „neue und reizvolle Aufgabe“, auf einer Bühne über die Paradieserzählungen und Paradiesvorstellungen im Christentum und Islam zu sprechen, bestätigt der bischöfliche Medienreferent, Eduard Habsburg. Er selbst wird diesen Abend moderieren.


Vertreibung, Erbsünde, Erzählungen ...


Es geht um die gängigen Paradiesvorstellungen, wie sie im Christentum und Islam üblich sind, aber auch um persönliche Begegnungen mit dieser Frage. Der Bischof wird über die Bedeutung und Symbolik der Vertreibung aus dem Paradies sprechen, über die Vorstellungen von Erbsünde und Schuld, Erzählungen über Adam und Eva aufgreifen und die Sehnsucht der Menschen nach paradiesischen Zuständen analysieren. Schließlich wird sich der Bischof auch mit der Frage befassen, warum in einer illusionslosen und säkularen Welt die Sehnsucht nach dem Paradies verloren gegangen zu sein scheint.


Fragen, durchaus auch provokanter Art, werden zur Diskussion erwartet. Schließlich soll der Abend in einem „kommunikativen Rahmen“ bei Wein und einer Agape ausklingen. Und wie Veranstalter Gosch meint, muss das Theater – mit 450 Sitzplätzen – nicht unbedingt voll ausverkauft sein - „wir wollen andere Werte vermitteln“. Dennoch zeigt sich bereits überaus großes Interesse an dieser Veranstaltung.


Der Reinerlös kommt zwei sozialen Projekten, dem „Mutter-Kind-Haus“ in St. Pölten und der Initiative „Ärzte ohne Grenzen“ zugute.