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Das Leben in Gott festmachen

„Fasten bedeutet im tieferen Sinn, sein Leben in Gott festmachen“, betonte Generalvikar Eduard Gruber beim Benefiz-Suppenessen der Katholischen Frauenbewegung im Rahmen der Aktion Familienfasttag im niederösterreichischen Landhaus in St. Pölten. Fasten bedeutet auch, hinführen zu einem lebenswerten Leben, ergänzte er. Dafür mache sich die Aktion der Frauenbewegung stark. Mit den Spenden aus dem Familienfasttag werden Fraueninitiativen und Projekte in Indien, Kolumbien und auf den Philippinen unterstützt. Die Katholische Frauenbewegung hat bereits zum elften Mal zu dieser Aktion in das Landhaus geladen, an der Landeshauptmann Erwin Pröll, Landeshauptmann Stellvertreter Wolfgang Sobotka, die Landesräte Johanna Mikl-Leitner, Karin Scheele und Stephan Pernkopf sowie zahlreiche weitere Gäste aus Kirche, Politik und Wirtschaft teilnahmen.


Ein Zeichen der Solidarität


Der Familienfasttag sei ein Zeichen der Solidarität, dort zu helfen, „wo Frauen durch Ungerechtigkeit und Naturkatastrophen in Not geraten sind“, erklärt die Vorsitzende der Frauenbewegung, Anna Rosenberger. Dass sich Frauen weltweit auch für die Lösung des „Klimaproblems“ einsetzen, zeigte Anna Raab vom Arbeitskreis der Katholischen Frauenbewegung für Entwicklungszusammenarbeit. “Wir können in Pfarren die Menschen weltweit für ein besseres soziales und politisches Klima sensibilisieren“, erklärten sie.
Die Projektpartnerin der Frauenbewegung, Marly Mier Rinaldy von der kolumbianischen Frauenorganisation Organizacion Femenina Popular versucht mit Mitteln aus der Aktion Familienfasttag, einen gewaltfreien politischen Kampf gegen die verschiedenen Formen von Gewalt in ihrem Land zu führen. In großen Kundgebungen und Protestmärschen, aber auch Schweigemärschen und Mahnwachen für den Frieden arbeiten sie eng mit anderen Friedensnetzwerken zusammen. Für die Opfer von Gewalt gibt es Rechtsberatung, psychologische Betreuung und Gesundheitsversorgung. Mitglieder der Organisation werden wegen ihres Engagements immer wieder verfolgt, terrorisiert und mit dem Tod bedroht. Zwei Frauen wurden bereits ermordet.


Wichtiges Zeichen gegen den Trend der Zeit


Als wichtiges Zeichen gegen den Trend der Zeit bezeichnete Landeshauptmann Erwin Pröll das Benefiz-Suppenessen im NÖ Landhaus. „Wir kaufen Gefahr, uns vom Boden wegzubewegen“, warnte er. „Wir sind zwar in der Lage, auf den Mond zu fliegen, finden aber die Tür zum Nachbarn nicht mehr“, sagte er und forderte auf, sich von den Verführungen des Materialismus loszureißen und das menschliche Maß nicht zu verlieren. Er rief auf, die soziale Dimension nicht zu vergessen und betonte, dass auch im Land Niederösterreich das soziale netz enger geknüpft werden müsse. Es soll zur „soziale Modellregion für Europa“ werden.
Pröll versichert, der Frauenbewegung, für ihre Aktion auch in den kommenden Jahren die Gastfreundschaft des NÖ Landhauses anzubieten.