Busek: Als Christen immer wieder „Fragen stellen“

Mit christlichen Themen aktiv an die Öffentlichkeit zu gehen ermutigte Erhard Busek, Vorsitzender des Instituts für den Donauraum und Mitteleuropa, die Katholische Männerbewegung der Diözese St. Pölten (KMB) bei deren Herbstkonferenz im Stift Zwettl. Auch der einzelne Bürger könne Entwicklungen in Gesellschaft, Politik und Wirtschaft beeinflussen, indem er „immer wieder Fragen stellt“, betonte der frühere ÖVP-Vizekanzler in seinem Referat zu „Freiheit und Verantwortung in einer demokratischen Gesellschaft“.
In der Gesellschaft habe die „Beliebigkeit“ zugenommen, kritisierte Busek. Durch die zunehmende Individualisierung - die auch positive Auswirkungen habe - habe die Bindungsfähigkeit der Menschen abgenommen. „Darunter leiden wir als Kirche, aber auch in der ganzen Gesellschaft.“ Deswegen seien die Fragen des Glaubens besonders in der heutigen Zeit „für die Orientierung von entscheidender Bedeutung“, wie Busek unterstrich. Der in der „Laieninitiative“ engagierte Katholik „ermunterte“ in diesem Zusammenhang die Kirche, vermehrt auch zu „radikalen Fragen des Lebens“ Stellung zu nehmen.


Diözesanobmann bestätigt, Sekretärin verabschiedet


Die Delegierten der KMB bestätigten bei ihrer Herbstkonferenz Leopold Wimmer, Finanz-Abteilungsleiter der Caritas, für weitere fünf Jahre als Diözesanobmann. Als Obmann-Stellvertreter wurden Othmar Engelhardt (Eggenburg) bestätigt und Ernst Susicky (St. Andrä-Wördern) neu gewählt. In den neunköpfigen Vorstand wählten die Delegierten fünf neue Mitglieder. Mit „standing ovations“ verabschiedete die KMB ihre Sekretärin Irene Lexa nach 40 Dienstjahren bei „ihren Männern“ in den Ruhestand.