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Bischof Küng fordet steuerliche Entlastung von Familien

„Auch im Spitzensteuerland Österreich muss es Familien möglich sein, ihren Wunsch nach mehr Kindern zu realisieren“, erklärte Familien-Bischof Klaus Küng anlässlich der jüngst veröffentlicht OECD-Studie über die „Durchschnittliche Steuerlast auf Arbeitseinkommen“.
Der Katholische Familienverband fordert eine rasche Wertanpassung der Familienleistungen. „Mir scheint es ein Signal in die falsche Richtung zu sein, wenn die einzigen, deren Steuerlast in den letzten 10 Jahren zurückgegangen ist, Paare ohne Kinder sind“, stellt der Bischof fest und wünscht sich von Politikern „Mut machende Signale für Menschen, die das Projekt Familie und Kinder auf sich nehmen“, denn letzten Endes werden alle davon profitieren, ist der Bischof, der in der österreichischen Bischofskonferenz für die Anliegen der Familien zuständig ist, überzeugt.
Konkret fordert Bischof Küng „für jedes Familienmitglied ein steuerfreies Existenzminimum.“ Gleichzeitig lobte der St. Pöltener Diözesanbischof die Tatsache, dass laut der Studie in Österreich die Transferleistungen für Eltern und Kinder höher seien als in den meisten übrigen Industriestaaten.
Dieses „Prinzip der Subjektförderung durch monetäre Hilfen“ sollte unbedingt beibehalten werden, erklärte Küng. Damit werde Eltern eine echte Wahlfreiheit ermöglicht“.


Familienverband fordert Wertanpassung der Familienleistungen


Gleichzeitig meldet sich auch der Vorsitzende des Katholischen Familienverbandes St. Pölten, Dr. Josef Grubner zu Wort und fordert eine „Wertanpassung der Familienleistungen“. Er hoffe auf ein „positives Signal aus dem parlamentarischen Familienausschuss“, den Verbraucherindex jährlich auch „auf Familienbeihilfe, Kinderbetreuungsgeld, Kinderabsetzbetrag, Pflegegeld und andere Familienleistungen“ anzuwenden. Denn „was für die Pensionen schon seit 2009 gilt, muss umso mehr auch für die Familienleistungen gelten“, unterstreicht Grubner.
Die Familienleistungen würden seit 2002 nicht mehr regelmäßig erhöht, wodurch sie infolge der Inflation ständig an Wert verlieren, weist Grubner hin. So habe das Kinderbetreuungsgeld in diesem Zeitraum etwa 18 Prozent seines ursprünglichen Wertes eingebüßt.. Der Wertverlust bei der Familienbeihilfe bewege sich ebenfalls im zweistelligen Prozentbereich, erklärt Grubner.
„Dieser längst fällige Inflationsausgleich bei familienbezogenen Transferleistungen ist auch ein Zeichen gesellschaftlicher Wertschätzung“, unterstreicht Grubner mit Hinweis auf den „Internationalen Tag der Familie“ am 15. Mai.