Abt Henckel-Donnersmarck: „Europa stirbt aus!“

„Die Kirche hat keine Krise“, betonte Abt Gregor Henckel-Donnersmarck vom Stift Heiligenkreuz bei einer Präsentation seines neuen Buches „ora@labora“ an der Philosophisch-Theologischen Hochschule der Diözese St. Pölten. „Die Kirche wächst weltweit – es ist eine Krise Europas.“
Vor allem durch Verhütung und „Töten ungeborenen Lebens“ werde es Europa, wie wir es kennen, in einigen Jahrzehnten nicht mehr geben, so Henckel-Donnersmarck: „Europa stirbt aus!“ Wichtiger als die „Weitergabe unserer Gene“ sei jedoch die „Weitergabe unseres Glaubens“, sagte der Prälat. Deswegen sei die Ausbildung von Laienkatechisten, die verschiedene Sprachen beherrschen bzw. lernen, besonders wichtig: „Das ist die Zukunft des christlichen Europas.“


ora@labora“ ist ein Interviewbuch, in dem der Zisterzienserabt mit Judith Grohmann „über Gott und die Welt und das Paradies auf Erden“ plaudert. „Die gezielten und pointierten Fragen sollen es den Lesern erleichtern, meinen Gedankengängen zu folgen“, erklärte Henckel-Donnersmarck schmunzelnd. Der Titel sei bereits vorher festgestanden: Es sei ein Versuch, die 1.500 Jahre alte Phrase der Benediktsregel „ora et labora“ moderner zu machen. Als früherer Manager und als Mönch stehe er „zwischen Wirtschaft und Kloster“. So hat Abt Gregor besonders aufgrund der Wirtschaftskrise zahlreiche Vorträge über die Bedeutung der Benediktsregel für die Wirtschaft und über die katholische Soziallehre gehalten.


Der Aufbau des Buches folgt den drei Göttlichen Tugenden Glaube, Hoffnung und Liebe im ersten Teil „ora“. Unter dem „@“ behandelt der Abt zwei seiner besonderen Anliegen, die Liturgie und seine „Liebe zur Hierarchie“. Im Teil „labora“ folgen die Gespräche mit Judith Grohmann den vier Kardinaltugenden Klugheit, Gerechtigkeit, Tapferkeit und Mäßigung. Das Buch ist im Residenz Verlag erschienen und kostet EUR 21,90 (ISBN: 9783701731619).


Residenz Verlag