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Zusammenarbeit „um des Menschen willen“

Wirtschaftskrise, Ausländerfrage und die Situation der Frauen in der Arbeitswelt waren die Themen der diesjährigen Sommerakademie von Betriebsseelsorge und Gewerkschaft Ende August in Gaming. Diese Tagung wird bereits zum 15. Mal durchgeführt. Nach der Wirtschaftskrise erhoffen sich die TeilnehmerInnen, dass eine neue Gesellschaft entsteht, in der „nicht mehr das Profitdenken die einzige Maxime der Wirtschaft ist“, wie Betriebsseelsorger Franz Sieder zusammenfasst. Durch Arbeitszeitverkürzung soll die vorhandene Arbeitszeit aufgeteilt werden. Zudem wurde eine stärkere Kontrolle der Wirtschaft durch die Politik gefordert.


Positiv Wurde bei der Sommerakademie festgestellt, dass Kirche und Gewerkschaft gemeinsam sehr viel für ein wohlwollendes Klima gegenüber Ausländerinnen und Ausländer beitragen können. Die Ausländerinnen und Ausländer gehören zu den schwächsten unserer Gesellschaft und sowohl Kirche als auch Gewerkschaft sollen immer ein Anwalt der Schwachen sein.
Im Bereich Frauen in der Arbeitswelt wurde gemeinsam festgestellt, dass Firmen, in denen Frauen arbeiten, durchwegs geringere Löhne auszahlen als andere Unternehmen. Diese sei ungerecht und müsse beseitigt werden, stellten die Vertreter von Kirche und Gewerkschaft gemeinsam fest. Frauen haben ebenso wie der Mann das Recht, sich in ihrem Beruf zu verwirklichen.
Zum Thema „Frau und Arbeitswelt“ besuchten die Teilnehmer und Teilnehmerinnen der Sommerakademie einige Hallen der Firma Zizala in Wieselburg, in denen fast ausschließlich Frauen arbeiten.


Die gemeinsame Sommerakademie von Kirche und Gewerkschaft sei einzigartig in Österreich, stellte Betriebsseelsorger Franz Sieder fest. Sie sei „ein Symbol dafür, dass die Zusammenarbeit von Kirche und Gewerkschaft um des Menschen willen noch stärker werden soll“.