Weihbischof Leichtfried zu Gast im Niederösterreichischen Landhaus

Einer langen Tradition folgend waren am Dienstag, den 8. September, hohe Würdenträger der katholischen und evangelischen Kirche zu Gast im NÖ Landhaus. Das „ökumenische Mittagessen" findet jährlich auf Einladung von Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll statt. Die Diözese St. Pölten war duch Weihbischof Dr. Anton Leichtfried vertreten.
In seiner Ansprache betonte der Landeshauptmann die „unglaubliche Nähe und ein großes Wohlwollen zwischen den Kirchen und dem Land" und versicherte, auch in der Zukunft dieses Miteinander pflegen zu wollen. Die „krisenhaften Erscheinungen" der vergangenen Monate hätten gezeigt, dass „materielle Werte nicht alles im menschlichen Leben sind", bleibend seien vielmehr „die immateriellen Werte, die den Menschen ausmachen und tragen".
Den kirchlichen Würdenträgern dankte er „für Ihr Wort und Ihre Seelsorge", die es dem Land ermöglichten, „traditionell verwurzelt und gleichzeitig mit offenem Auge nach vorne zu gehen". Denn bei allen Entscheidungen und Herausforderungen tue man gut daran, „auch dankbar daran zu denken, dass wir den Schutz und die Begleitung von oben brauchen".


Kardinal Dr. Christoph Schönborn bedankte sich für „die bewährte Tradition" des ökumenischen Mittagessens. Der Kardinal konstatierte in der Zivilgesellschaft eine „Sehnsucht nach einem schützenden Dach", und eine Suche nach „Verortung und Beheimatung". Es sei eine große Herausforderung an die Kirchen, Klöster und Glaubensgemeinschaften, „offen auf diese Erwartungshaltung zuzugehen".


Superintendent Mag. Paul Weiland bedankte sich im Namen der evangelischen Kirche für die Einladung und zeigte sich „froh und dankbar" über das Verhältnis von Kirche und Staat „in Eigenverantwortung aber doch im Miteinander". Dieses Miteinander sei „ein glaubwürdiges Zeugnis für unsere Arbeit und unsere gemeinsamen Anliegen".


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