„Wahrnehmen, was dahinter steckt“

Es gelte „wahrzunehmen, was dahintersteckt, und die Botschaft des Glaubens zu hören“, sagte Diözesanbischof Klaus Küng bei der Eröffnung der Kirchenmesse GLORIA am Donnerstag, den 8. Oktober im VAZ St. Pölten. Bereits zur Eröffnung der Messe mit Vertretern der christlichen Kirchen und der Politik war der Vortragssaal der GLORIA überfüllt. Über hundert Aussteller präsentieren in den nächsten drei Tagen Produkte und Dienstleistungen für kirchliche Belange.
Auf der Kirchenmesse seien Menschen anzutreffen, denen „die Kirche und der Glaube ein Anliegen“ sei, sagte Bischof Küng. Im Hinblick auf die zahlreichen Aussteller sakraler Kunst unterstrich Küng die „uralte Verbindung“ zwischen Glaube und Kunst. Auch die Kunst befasse sich „mit dem, was man nicht sehen kann“ und „legt Spuren sich dieser Wirklichkeit anzunähern“. Gleichzeitig seien Künstler immer auch „Interpreten der Zeit“, betonte Küng. So sei auch sakrale Kunst „zu jeder Zeit moderne Kunst“.


„Die Kirche muss hörbar sein, nach innen und nach außen“, betonte der evangelische Superintendent Paul Weiland. Dies verlange ein öffentliches Auftreten, wofür die GLORIA-Kirchenmesse den Rahmen gebe. Auch zu biblischen Zeiten seien öffentliche Plätze für die Verkündigung des Glaubens genutzt worden, so Weiland, der den Auftritt des hl. Paulus am Areopag in Athen als Beispiel anführte. Auf der Kirchenmesse sei die große Bandbreite, was in der Kirche angeboten wird, „in konzentrierter Form“ zu sehen, sagte Weiland: „Alles strebt jedoch zur Verkündigung der Botschaft von Jesus Christus hin.“ Überall, wo es Begegnung und Kommunikation gebe, sei ein Beitrag zum „Shalom“, zum Frieden und Heil, erklärte der Superintendent. Auch die GLORIA könne dazu beitragen.


Die „gute Zusammenarbeit“ zwischen den christlichen Kirchen und dem Land Niederösterreich unterstrich Landtagsabgeordneter Martin Michalitsch in Vertretung von Landeshauptmann Erwin Pröll. Es gehe dabei „nicht nur um materielle und historische Aspekte, wie die Erhaltung und Renovierung von Sakralbauten, sondern auch um zahlreiche soziale und caritative Initiativen. So sei auch die Kirchenmesse „nicht bloß eine Präsentation von Produkten, sondern auch ein Treffpunkt für Menschen guten Willens“, betonte Michalitsch.


„Die christliche Prägung ist in unserer Stadt auf Schritt und Tritt anzutreffen“, sagte der St. Pöltner Bürgermeister Matthias Stadler. Schon der Name der Stadt, die heuer ihr 850-Jahr-Jubiläum feiert, weise auf einen Heiligen hin, Hippolyt, und am Beginn der Stadtentwicklung stand ein Kloster. So sei die erste GLORIA-Kirchenmesse in St. Pölten „eine große Bereicherung“, so Stadler.


Fotos: Eröffnung der GLORIA-Kirchenmesse
Diözesanbischof DDr. Klaus Küng
Superintendent Mag. Paul Weiland
Tanzvorführung der 2c-Klasse des BRG/BORG St. Pölten