„Vor 900 Jahren begann ein Herz zu schlagen“

„Ein Herz begann zu schlagen vor 900 Jahren, und dieses Herz schlägt immer noch“, sagte Abt Mag. Berthold Heigl bei der Weihe eines neuen Altares für die Filialkirche St. Veit in Seitenstetten. 1109 begann die regelmäßige Seelsorge im Mostviertel, ausgehend von einer ersten Klostergründung in St. Veit mit Augustiner Chorherren, die bereits 1112 von den Benediktinern übernommen wurde. Der Kirchweihtag der früheren Pfarrkirche wird traditionell am Weißen Sonntag nach Ostern gefeiert.
Der heutige Bau der dem Nothelfer Vitus geweihten Kirche stammt aus dem Jahre 1507. Seit 2001 wurden die heutige Friedhofskirche und das dazugehörige Pfarrhaus mit einer Gesamtsumme von über 500.000 Euro renoviert, unterstützt von Bund, Land, Diözese und Gemeinde. Zum Abschluss der Renovierungsarbeiten und als Höhepunkt des Jubiläums weihte Abt Berthold einen neuen Altar aus Glas und segnete einen dazu passenden Ambo und Osterkerzenständer der Seitenstettner Glaskünstlerin Eva Lobmayr.


„Es ist Jesu Auftrag, dass wir seine Zeugen sind“, sagte Abt Berthold in seiner Predigt. Einer seiner Zeugen sei der hl. Vitus gewesen, der in der Zeit der diokletianischen Christenverfolgung für seinen Glauben starb. Der hl. Vitus sei jedoch auch in unserer Zeit ein aktueller Heiliger, „besonders für die Jugend“, wie der Abt betonte. Der Märtyrer stehe für den „Mut, gegen den Strom zu schwimmen, einen eigenen, christlichen Standpunkt einzunehmen und nicht die Götzen unserer heutigen Zeit anzubeten“.