Verantwortlich leben – Heute gestalten wir das Morgen

„Die Menschen sind nicht Eigentümer der Welt, sondern Verwalterinnen und Verwalter des gemeinsamen Haushalts“ betonte Dr. Ursula Baatz bei der Diözesankonferenz der Katholischen Frauenbewegung in St. Pölten. Rund 50 Mitarbeiterinnen und Geistliche Assistenten aus den Pfarren und Dekanaten trafen sich im Bildungshaus St. Hippolyt um anhand von Referaten und Workshops mit dem neuen Jahresthema der kfb „verantwortlich leben – Heute gestalten wir das Morgen“ zu arbeiten.
Die Theologin und Journalistin Dr. Ursula Baatz stellte Überlegungen zum Verhältnis von Nachhaltigkeit, Ökologie und Bibel in den Mittelpunkt ihrer Ausführungen. Für Ulrike Immervoll, Pastoralassistentin in der Betriebsseelsorge Oberes Waldviertel sind die Forderungen des Sozialwortes der christlichen Kirchen, besonders auch an sich selbst, sowie die Neubewertung von Arbeit nach wie vor aktuell.
Mag. Elke Pirgmaier, wissenschaftliche Mitarbeiterin am „SERI“, einem privaten Forschungsinstitut in Wien, zeigte anhand der Wandlung von der Agrar- zur Industriegesellschaft den Umgang mit natürlichen Ressourcen, die Problematik des Wirtschaftswachstums und Wege aus dem Wachstumsdilemma auf.


Beispiele aus der Arbeit der Betriebsseelsorge, aus Pfarren und kfb-Gruppen stellten die gelebte Praxis vor: So wurde u. a. ein „Fairer Laden“ vorgestellt, initiiert von der kfb der Pfarre St. Leonhard/Forst, weiter ein Biobauernladen in Amstetten als Beispiel der regionalen und saisonalen Vermarktung und eine Frauengesprächsgruppe mit Musliminnen. Besonderes Interesse fand die Initiative der kfb-Frauengruppe Purgstall, die nach Absolvierung eines kfb-Selbstbewussteins-Seminars die Idee einer Fotovoltaikanlage für den Pfarrhof in die Tat umsetzte.


Im Rahmen der Diözesankonferenz wurden auch zwei langjährige Mitarbeiterinnen in den Dekanatsteams verabschiedet, Christien Berner aus dem Dekanat Gföhl und Leopoldine Krumböck aus dem Dekanat St. Pölten.
Der abschließende Gottesdienst brachte die Anliegen und Ziele des Jahresschwerpunkts noch einmal in den Kontext unseres christlichen Glaubens.


In den nächsten Wochen wird in vielen Dekanaten mit den Frauen am Jahresschwerpunkt weiter gearbeiten. Die Diözesanleitung hat sich zum Ziel gesetzt, dieses Thema bis in alle Pfarren zu bringen und verstärkt auf Vernetzung mit anderen Organisationen zu setzen. Dazu kann die kfb auf bereits bewährte Zusammenarbeit, z.B. mit der Umweltberatung und der evangelischen Kirche im Rahmen des Projekts „Essen schafft Klima“ zurückgreifen.
E.Haindl