Weihbischof Anton Leichtfried bei der Karfreitagsliturgie
Pilgern im Sommer
Erntekrone
 
 

Tag der Straßenkinder am 31. Jänner

Am 31. Jänner 2009 jährt sich die Heiligsprechung des Jugendpatrons Johannes Bosco zum 75. Mal. Anlässlich dieses Jubiläums soll der Tag der Straßenkinder auf die Situation von Millionen Kindern weltweit hinweisen und bittet um Spenden für Don Bosco Straßenkinderprojekte. Jugend Eine Welt motiviert Schulen und Pfarren durch konkrete Aktionen, den Straßenkindern weltweit zur Seite zu stehen. Geschäftsführer Reinhard Heiserer: „Kinder sind leicht zu motivieren, wenn es darum geht, sich für andere einzusetzen. Die Frage wie Kinder anderswo leben, interessiert sie brennend.“ Jugend Eine Welt bietet auf der Website www.jugendeinewelt.at Unterlagen für Pfarraktionen zur Unterstützung von Straßenkindern, einen Kinder-Gottesdienst und allgemeine Hintergrundinformation zum Thema.


Straßenkinder verdienen ihr Geld beim Schuheputzen, durch den Verkauf von Süßigkeiten, oft aber auch durch Einbrüche oder Prostitution. Sie verkaufen Blumen, leisten Hilfstätigkeiten auf Baustellen oder in Restaurants und sie sammeln Müll. Ob in Quito/Ecuador, in Mumbai/Indien oder in Kapstadt/Südafrika: „Straßenkinder leben in ständiger Unsicherheit“, erklärt Kathrin Ivancsits von Jugend Eine Welt. „Sie werden von der Gesellschaft verachtet, stehen im Abseits und haben keine Chance auf eine echte Kindheit. Drogen und Kriminalität gehören zu ihrem Alltag.“


Vor 150 Jahren in Turin – heute weltweit


UNICEF schätzt, dass es heute 100 Millionen Kinderarbeiter auf den Straßen gibt, von denen zehn Prozent auch dort leben. Die Ursache dafür ist die Verarmung breiter Bevölkerungsschichten in den sogenannten Entwicklungsländern und die damit einhergehende Migration. Kinder – die schwächsten Mitglieder einer Gesellschaft – werden davon am härtesten getroffen und tragen einen Großteil der sozialen Folgen. Wenn sich die Eltern nicht genügend um ihre Kinder kümmern können und sich ein Großteil des sozialen Lebens auf der Straße abspielt, wenn die Schule nicht bezahlbar ist oder wenn dort zu viel verlangt wird, dann wird die Versuchung nach dem raschen Geld auf der Straße sehr groß.


Schon der Jugendheilige Johannes Bosco stand im 19. Jahrhundert vor ähnlichen Herausforderungen. Reinhard Heiserer, Geschäftsführer von Jugend Eine Welt: „Don Bosco sah den guten Kern in jedem Kind und war überzeugt davon, dass durch vorbeugende Maßnahmen Kinder vor dem Weg in die Kriminalität und in die Verwahrlosung bewahrt werden können. Genau das geschieht heute in den weltweiten Straßenkinderprojekten der Salesianer Don Boscos und der Don Bosco Schwestern.“