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Stift Herzogenburg wird wieder zur "Kinderstadt"

Das Augustiner-Chorherrenstift Herzogenburg wird aus Anlass der Niederösterreichischen Kindersommerspiele wieder zur „Kinderstadt“: Die beiden Wochenenden vom 28. bis 30. August sowie vom 4. bis 6. September stehen heuer unter einem Asien-Schwerpunkt. Die Veranstalter erwarten 15.000 bis 18.000 Kinder. Die Säle, Gärten und Höfe des Stiftes sowie die barocke Kirche bilden den Rahmen für das sechstägige Fest mit einem vielfältigem Programm: Vorgesehen sind Puppentheater und Pantomime, Attraktion und Animation, Kunst und Kreativität, Spiel und Spaß. Aber auch das religiöse Angebot kommt, beispielsweise mit Kindergottesdiensten oder Gebetszeiten, nicht zu kurz, wie Propst Maximilian Fürnsinn betont.


Die Kindersommerspiele hätten eine wichtige kirchliche und politische Funktion, so der Propst. In einer eher „kinderabweisenden Gesellschaft“ brauche es wieder viel mehr „Freude an Kindern“. Die Sommerspiele in Herzogenburg würden sich als ein solches deutliches Signal verstehen, so Fürnsinn.


Das Motto der diesjährigen Sommerspiele lautet: „Vom Dach der Welt ins Land des Lächelns“. Es sei faszinierend, so Propst Fürnsinn, wie viele religiöse und kulturelle Impulse aus Asien kommen würden. Einiges davon soll in Herzogenburg spürbar werden. Künstler, Musiker und Artisten aus Asien, aber auch aus Österreich, werden sechs Tage lang zu Gast sein.


Die Kinder können unter anderem das „Dach der Welt“ bereisen und (auf einer Kletterwand des Alpenvereins) den Mount Everest im Himalaya besteigen. Aus Tonbausteinen soll die „längste Mauer der Welt“ errichtet werden, und die schönsten „Geschichten aus 1001 Nacht“ werden für spannende Stunden sorgen. Die Palette der Angebote reicht weiters vom Bogenschießen über Tauchen und Tiermasken-Basteln bis zu physikalischen Experimenten und Motorradfahren mit den Bikern der Organisation „Toy Run“, die auch wieder zahlreichen Heimkindern die Teilnahme an den Sommerspielen ermöglichen.


Mit dabei ist auch der Steyler-Missionar P. Georg Ziselsberger, der über seine Arbeit auf den Philippinen berichtet. Aus dem Erlös der Kindersommerspiele soll auch sein Hilfsprojekt für Kinder auf den Philippinen unterstützt werden.


„Weiße Feder von Herzogenburg“


Jedes Jahr wird im Rahmen der Kinderspiele auch die „Weiße Feder von Herzogenburg“ vergeben, die Personen für ihre besonderen Leistungen für Kinder auszeichnet. Heuer geht der Preis an die Initiative „Leo hilft jedem Kind“, die Extrembergsteigerin Gerlinde Kaltenbrunner sowie an die „Kinderhilfe Bethlehem“.


„Leo hilft jedem Kind“ ist eine Initiative von Geschäftsleuten und Unternehmern in größeren Städten, die durch einen Aufkleber am Geschäftsportal und an Büros deutlich machen, dass jedes Kind, das Hilfe braucht, in diesem Geschäft gut aufgehoben ist.
Gerlinde Kaltenbrunner hat gemeinsam mit ihrem Mann Ralf Dujmovits in Nepal ein großes Schulprojekt in Thulosirubari, einem kleinen Dorf ca. 75 km nordöstlich der nepalesischen Hauptstadt Kathmandu initiiert.
Die „Kinderhilfe Bethlehem“ kümmert sich um Kinder und besonders Kleinkinder, die unter der Ungerechtigkeit des israelisch-palästinensischen Konflikts und den katastrophalen Lebensumständen in Bethlehem leiden. Damit die medizinische Basisversorgung für alle Kinder gesichert ist, betreibt die Kinderhilfe das Caritas-Baby-Hospital in Bethlehem mit einer Mütter- und Pflegeschule sowie einem Sozialarbeiterinnen-Team.


Die Preisverleihung findet am 29. August um 14 Uhr im Rahmen der Eröffnung der 38. Kindersommerspiele in der Arena am Kirchenplatz statt. Der Jury, die die Weiße Feder vergibt, gehören fast ausschließlich Kinder an.


Kindersommerspiele