Sommerlager mit Ranch und Streichelzoo

„Gott - Mensch – Natur“ prangt über dem kleinen Häuschen im Stil eines Saloons auf der „Sola-Ranch“ in Langau. Auf einem Hektar Grund, der von der Gemeinde dem Verein „SOLA Langau“ auf Dauer seines Bestehens zur Verfügung gestellt wurde, tummeln sich Pferde, Schafe, Ziegen, Hochlandrinder, Hängebauchschweine und weitere Kleintiere. Nicht weit entfernt liegt der Baggersee als Badeteich und auch nach Safov, dem ehemaligen Schaffa in Tschechien sind es nur dreieinhalb Kilometer. Pfarrer H Mag. Andreas Brandtner, Initiator und Obmann des Vereins SOLA, freut sich über das neue Projekt der SOLA-Ranch mit einem Streichelzoo. Kann er doch bisher schon auf nachhaltige Aktivitäten zurückblicken: 1987 ist aus der damaligen Dekanatesjugend der Verein „Sommerlager Langau“ – kurz „Sola“ genannt, erwachsen. Die erste Initiative war das Sommerlager beim Bergwerksee im ehemaligen Braunkohle-Abbaugebiet. Bald kamen als Attraktion Pferde, Kutschen und Planwagen hinzu. „Wir hatten bis zu 16 Pferde“, erinnert er sich. Die Kinder kamen von Nah und Fern – auch Auslandsösterreicher waren Jahr für Jahr mit dabei. Als noch der „Franziskushof“ im Nachbarort Oberhöflein hinzukam, konnte „Sola Langau“ bereits 11.000 Nächtigungen im Jahr verzeichnen.
Nun hat der Verein einen neuen Schwerpunkt gesetzt. Neben dem Ausbau der schon bestehenden Kontakte über die Grenze hinweg – in das dreieinhalb Kilometer entfernte Safov – entstand dieses Jahr auf der „SOLA-Ranch“ ein Streichelzoo.


Streichelzoo und SOLA-Ranch


Die neue Initiative startete im Frühjahr. „Noch dieses Jahr oder spätestens im kommenden Frühjahr wird die Eröffnung des Streichelzoos sein“, verkündet Brandtner. Ein Rundstall mit 20 Metern Durchmesser, einige größere Gehege für Ponys, Esel und Pferde, Hochlandrinder, Schafe und Hängebauchschweine sowie ein Dutzend kleiner Gehege mit Holzhütten für Ziegen, Fasane, Tauben, Hühner und Hasen sowie Kleinstallungen für Meerschweinchen und Chinchillas sind fertig gestellt.
„Ohne massive Hilfe unserer Mitglieder und freiwilliger Helfer wäre dies nicht möglich gewesen“, sagt er. Über 1000 Meter Holz wurden seit April für die Umzäunung verbraucht, die Gehege mit den Unterstellhütten gezimmert und die Volieren errichtet.
Gleich daneben steht der Rundstall mit 20 Metern Durchmesser; derzeit fast leer, da die Tiere auf den Koppeln sind. Nur einige Hängebauchschweine mit ihrem Wurf, Wellensittiche und Chinchillas befinden sich noch im Inneren.


Futterspenden gesucht


Gabi Linsbauer kümmert sich nun liebevoll um die Tiere. Meist umgeben von einer Kinderschar, die ihre helle Freude daran hat, mitzuhelfen und die Tiere in den Arm zu nehmen. Das Futter wird von Bauern gebracht, manches selbst angebaut, einiges eingekauft und auch manches gespendet. Denn 300 kg Heu in der Woche sind nicht so wenig, weist sie hin und hofft noch auf genug „Futterspenden“ vor dem Winter.
H. Andreas setzt auf die Jugend: die Idee von SOLA soll bleiben: Gott, Mensch und Natur gilt es zu bewahren. Zahlreiche Jugendliche verbringen daher ihre Ferien im nahen Birkenhain am Bergwerkssee. Dort steht ein Stadel mit Küche, Aufenthaltsraum, Sanitäranlagen und Matratzenlager für 40 Personen. Am Strand liegen vier Kanus und eine Zille bereit. Die Kinder und Jugendlichen streifen durch die Gegend, unternehmen Wanderungen bis Geras und manche helfen auf der Kleintierfarm mit. H Andreas Brandtner hofft, dass das Angebot von Euro-Sola künftig auch für Schullandwochen interessant ist.


„SOLA Langau“ ist grenzübergreifend aktiv. Euro-Sola verbindet Sola Langau und Sola Safov zu einer völkerverbindenden Initiative. Gemeinsam verzeichnen sie bereits wieder 4.500 Nächtigungen jährlich – vor allem Jugendliche, weist H. Andreas hin. Eine 25-köpfige Gruppe aus Großhaselbach aus dem Weinviertel war gerade in Langau zu Gast und „Sola Safov“ hatte Jugendliche aus der Ukraine einquartiert.


Zur Homepage von Euro-SOLA