Seligpreisungen und Wehrufe

Ein großformatiger Gemäldezyklus zur Feldrede nach Lukas 6 von Marcus Hufnagl ist in zwei Teilen, im Bildungshaus St. Hippolyt sowie in der evangelischen Superintendentur St. Pölten vom 4. November bis 14. Jänner zu sehen. Die Vernissage ist am Dienstag, 3. November, 19 Uhr im Bildungshaus St. Hippolyt mit Superintendent Paul Weiland, Prof. Josef Pichler und Franz Moser. Erstmals ist gemeinsam eine zweiteilige Gemäldeausstellung im Bildungshaus St. Hippolyt, Eybnerstaße 6, und in der evangelischen Superintendentur, Julius Raab-Promenade 18, in St. Pölten zu sehen. Sie zeigt Bilder des St. Pöltner Malers und Grafikers Marcus Hufnagl.
Marcus Hufnagl, geboren in St. Pölten, studierte an der Akademie der bildenden Künste in Wien sowie an der Universität Wien und am Konservatorium für Kirchenmusik in St. Pölten. Neben Lehrer für Bildnerische Erziehung ist Marcus Hufnagl musikalischer Leiter des Barockmusikensembles capella incognita und Organist der Evengalischen Gemeinde St. Pölten.


Seine Intentionen zum Gemäldezyklus beschreibt Hufnagl als emotionale Auseinandersetzung mit den Inhalten diese Bibelstelle:
"Für mich als Künstler und gläubiger Christ ist die Arbeit am Gemäldezyklus zum 6. Kapitel des Lukas-Evangeliums enorm spannend. Die Bilder sind keineswegs als Abbildungen oder Darstellung des Textinhaltes der Bibelstelle gedacht, schon gar nicht als narrative Illustration. Viel eher steht das Emotionale im Vordergrund - so zu sagen ein Sichtbarmachen von persönlichen Gefühlen und Empfindungen, welche durch das Lesen dieser Bibelstelle in mir hervorgerufen wurden. Die Anzahl der Bilder des neuen Zyklus entspricht genau der Anzahl der Seligpreisungen und Wehrufe (insgesamt acht), so wie der darauf folgenden Aussagen Jesu (weitere acht), bei denen es sich um acht Einladungen/Ermutigungen handelt, deren praktische Umsetzung eine Christusnachfolge im Alltag möglich macht. Diese Worte in der »Feldrede« Jesu zeigen in eindringlicher, selbst redender und direkter Form die allgemeine und heutige Gültigkeit, ja Wirksamkeit, des neuen Testaments auf.
Ähnlich wie die Musik, funktioniert auch die Malerei nach ihren ganz eigenen Gesetzmäßigkeiten und Regeln, die sich von der Natur zum Teil sehr stark unterscheiden. Kunst ist Kunst und damit künstlich. Natur ist Natur und damit natürlich.
Dieser Gemäldezyklus entstand - von der Direktheit der biblischen Worte angefacht - gleichsam als »optisch emotionale Interpretation«."


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