Priestertum: Anteil am Hirtenamt Christi für die Menschen

„Das Großartige am Priestertum ist, dass wir Anteil haben dürfen am Hirtenamt Christi für die Menschen“, sagte Weihbischof Anton Leichtfried bei einem Festgottesdienst mit den „goldenen“ Priesterjubilaren der Diözese St. Pölten in der Wallfahrtsbasilika Maria Dreieichen. Unter den sechs Priestern des Weihejahrgangs 1959, die vor 50 Jahren ihre Priesterweihe empfangen hatten, war auch der Gastgeber, P. Robert Bösner vom Stift Altenburg als Pfarrer und Wallfahrtsdirektor von Maria Dreieichen.
Ihr Weihejubiläum feierten weiters Josef Luger, Pfarrer von St. Andrä vor dem Hagental, P. Johannes Pfeffel, Kaplan der Franziskanerpfarre in St. Pölten, Othmar Schindl, Missar in Böhlerwerk, Konrad Streimelweger, Pfarrer i. R. von Hafnerbach und Haunoldstein, sowie P. Bernhard Weinbub vom Stift Melk, Pfarrer in Untersiebenbrunn und Groißenbrunn. Konzelebrant war neben den Jubilaren Abt Christian Haidinger vom Stift Altenburg, der selbst sein 40-jähriges Weihejubiläum feierte.


Weihbischof Leichtfried drückte seinen „Respekt und Dank“ aus, da er selbst „nicht einmal auf so viele Lebensjahre (42) blicken kann, wie die Jubilare auf Jahre im Dienst als Priester“. Wenn alle Menschen anwesend wären, die ihnen zu Dank verpflichtet seien, „würde die Kirche überquellen“, so Leichtfried. Viel Gutes werde im Stillen bewirkt und entfalte sich erst im Laufe der Jahre, oft auch anders als erwartet.


Die beiden Benediktiner, P. Robert und P. Bernhard, empfingen am Tag genau vor 50 Jahren die Priesterweihe, am 11. Juli, dem Festtag des hl .Benedikt von Nursia. Der Lebensweg des Patrons des Mönchstums und Europas sei „sehr verschlungen“ gewesen, und Benedikt habe auch im Alter immer noch dazugelernt, erinnerte der Weihbischof. Ebenso sei es bei den Jubilaren gewesen, die auf ganz unterschiedlichen Wegen ihre Erfahrungen machten, die sie zu dem reifen ließen, was sie heute sind.


Bei allen Veränderungen in den letzten fünfzig Jahren – vom Zweiten Vatikanischen Konzil über das Jahr 1968 bis zum Fall des Eisernen Vorhangs 1989 – habe es immer eine Konstante gegeben, so Leichtfried: „Jesus Christus ist der selbe gestern, heute und in Ewigkeit.“ So sei auch eine lebendige Verbindung mit Christus der Schlüssel zu einem „erfolgreichen“ Priesterleben, betonte der Weihbischof. Wie Jesus sich um die Menschen sorge, sei „entscheidend“ für die Haltung der Priester.


In einer schriftlichen Grußbotschaft übermittelte der Bischof von Brünn, Prälat Vojtech Cikrle, seine Glückwünsche an P. Robert Bösner und dankte diesem für seine „Bemühungen zu Belebung der alten Wallfahrtstradition zwischen unseren Ländern“. In die bisher 24-jährige Amtszeit P. Roberts als Pfarrer von Maria Dreieichen fielen das 350-jährige Wallfahrtsjubiläum, das 50-Jahrjubiläum der Erhebung der Wallfahrtskirche zur päpstlichen Basilika sowie deren vollständige Renovierung.


Foto (v.l.n.r.): Konrad Streimelweger, Othmar Schindl, P. Bernhad Weinbub, Weihbischof Anton Leichtfried, P. Robert Bösner, P. Johannes Pfeffel, Josef Luger.