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Pfarrgemeinderat zeigt sich als „tragfähige Gruppe“ im Entwicklungsprozess

Der Pastoralrat der Diözese St. Pölten hat in seiner jüngsten Sitzung Anregungen für die Erneuerung der Pfarren und Pfarrverbände im laufenden pastoralen Erneuerungsprozess beraten und Ansätze zur weiteren Behandlung in den zuständigen Bereichen vorgeschlagen. Bei allen Entwicklungen komme aber dem Pfarrgemeinderat eine tragende Rolle zu, wurde untermauert. Mag. Peter Granser und P. Clemens Reischl aus dem Dekanat Göttweig haben vor allem auf die notwendigen spirituellen Impulse für das Pfarrleben hingewiesen. Der Pfarrer müsse dabei seine Pfarre im Blickfeld haben und ihre Bedürfnisse beachten wie auch die Sehnsüchte der Menschen aufgreifen. Es gelte dabei, den „Schatz der Begabungen“, den es in jeder Pfarre gibt, zu fördern.


Beziehungen schaffen


Die Pfarrgemeinderätin Dr. Renate Witzani hob vor allem drei Dimensionen einer lebendigen Pfarre hervor: die „vertikale Dimension“ einer lebendigen Christusbegegnung, vor allem in Gottesdiensten und liturgischen Feiern, die „horizontale Dimension“ der aktiven Mitarbeiter in der Pfarre, die sich im Umgang miteinander und in der Nutzung der eigenen Talente zeige und die „zentrifugalen Kräfte“, die aus dieser Mitte heraus in Beziehungen zu anderen Mitmenschen treten, vor allem durch Beziehungsarbeit, etwa in Besuchsdiensten oder im Feiern von Festen.


Pfarrgemeinderat wichtig


Franz Mollner berichtete aus seinen Erfahrungen bei der Entwicklung von Pfarrverbänden im nordwestlichen Waldviertel. Besonders am Beginn eines Pfarrverbandes gebe es „einen sehr hohen Bedarf an Kommunikation“, sagte er. Er bedauerte, dass noch immer „zu sehr“ auf den Priester und seine Funktionen geblickt werde als auf den Auftrag, den jeder Christ selbst habe. Ein Zusammenwachsen zu einem Pfarrverband werde weithin noch „zwischen Bereitschaft und Zumutung“ kommentiert. Bei all diesen Entwicklungen habe sich aber der Pfarrgemeinderat als eine „tragfähige Gruppe“ erwiesen, die an der Sorge und Gestaltung der Grundfunktionen einer Pfarre mittrage, wies Mollner hin.


Begegnung mit Christus ermöglichen


Bischof Klaus Küng sieht für die weitere Entwicklung eine Reihe von Aspekten, die zu berücksichtigen seien. So sei es vorrangige Aufgabe einer Pfarrgemeinde, Christus den Menschen „im Wort, am Altar und in den Herzen“ zu vergegenwärtigen. Denn Kirche wachse aus der Eucharistie heraus, die würdig gefeiert werden müsse. Jede Pfarre werde auch eine Schule des Gebetes sein müssen, betonte der Bischof. Zudem sei es notwendig, neben der Schule eine Katechese in der Pfarre aufzubauen und dafür Mitarbeiter zu gewinnen. Eine Jugendpastoral müsse immer auch Berufungspastoral sein; wichtig seien weiters die Familienpastoral als eine Schule des Lebens, der Liebe und des Glaubens. Weiters müsse sich eine Pfarre um Menschen in Bedrängnis annehmen und dafür sorgen, dass sich in ihr ein Missionarischer Geist entfalten und reifen und fruchtbar werden kann.


„Sinn-Quell“-Gruppen


In Arbeitsgruppen haben die Mitglieder des Pastoralrates einzelne Aspekte der pfarrlichen Aufgaben besprochen und Impulse für die weitere Überlegungen angeregt, etwa für die Firmvorbereitung, für neue liturgische Formen, die Kinder- und Jugendarbeit, den sozialen Auftrag und auch für die Familien- und Ehepastoral. Viel beachtet wurde ein Projekt des Bereiches Bildung, in kleinen Gesprächsgruppen „Themen, die das Leben berühren“, zur Sprache zu bringen und solche Sinnquellen für sich und andere erschließen. Für die Leitung solcher „SinnQuell-Runden“ gibt es ab Herbst in vielen Pfarren der Diözese Einführungsabende, Gesprächsunterlagen und Tipps.