Paulus war „zum Greifen nah“

Zum Greifen nah war der Apostel Paulus heuer beim Einkehrtag des Blindenapostolats St. Pölten im Kloster der Schulschwestern in Amstetten . Dies nicht nur thematisch, sondern im wahrsten Sinn des Wortes: Als Reliquie des Völkerapostels, einer Leihgabe der Wiener Pfarre Döbling-St. Paul. Die Wiener Pfarre Döbling-St. Paul hatte Heinz Kellner, dem Leiter des Blindenapostolats, für diesen Einkehrtag mit Rektor Dr. Gottfried Auer als Kostbarkeit eine Reliquie des Völkerapostels geliehen. Die Einkehrtags-Teilnehmer konnten den in einem barocken Zeigegefäß eingefügten Reliquienbehälter mit einem kleinen Knochensplitter aus dem Haupt des Apostels betasten und waren von dieser Überraschung sichtlich begeistert.

Heinz Kellner: „Es war ein reiner Zufall. Der Pfarrer von Döbling, Dr. Hans Klinger, bei dem ich mich nach einem tastbaren Objekt, einer Statue oder einem Relief für unseren Besinnungstag im Paulus-Jahr erkundigte, war sofort aufgeschlossen und hat uns spontan die Reliquie geliehen.“ Der in einer Barockmonstranz gefasste Knochensplitter war der Döblinger Pfarrer St. Paul vom damaligen Wiener Erzbischof Graf Firmian anlässlich der Kirchweihe übergeben worden.

Thematisch war der Einkehrtag des Blindenapostolats im Kloster der Amstettner Schulschwestern von Blindenseelsorger Ordinariatskanzler Dr. Gottfried Auer auf Paulus als dem großen Verkünder des Evangeliums ausgerichtet worden. Teilnehmer aus dem westlichen Teil der Diözese und auch aus Linz hatten sich dazu eingefunden.

Ein Fuß für jeden Teilnehmer Als greifbare Erinnerung und als Aufforderung zum Handeln erhielt jeder Teilnehmer einen Fußabdruck aus Ton. Apostolatsleiter Kellner: „Das soll nicht nur an den eindrucksvollen Tag erinnern, und dass der Weltreisende Paulus viel zu Fuß unterwegs gewesen ist, sondern dass auch wir hinausgehen müssen, um unseren Glauben im Alltag zu leben.“