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Papst Leo-Preis für Linzer Altbischof Aichern

Seit 1987 vergibt die Papst-Leo-Stiftung Preise für besondere Verdienste um die Katholische Soziallehre. Ausnahmsweise werden diesmal drei Papst-Leo-Preise vergeben, die mit je 1.700 Euro dotiert sind. Im Zusammenhang mit der grenzübergreifenden NÖ Landesausstellung erhält einen der Preise der tschechische Sozialwissenschafter Dr. Bedrich Vymetalik. Die beiden anderen Preisträger sind der emeritierte Diözesanbischof von Linz Maximilian Aichern und das Grazer Sozialprojekt Megaphon. Die drei Preisträger haben sich auf unterschiedliche Weise um die Kath. Soziallehre verdient gemacht.
Diözesanbischof DDr. Klaus Küng überreicht die Papst-Leo-Preise im Rahmen eines Festaktes am Freitag, dem 15. Mai 2009, um 19.30 Uhr im Festsaal des Vereinshauses in Horn (Robert-Hamerling-Straße 9). Als Festgäste werden unter anderem der Bischof von Ostrava Msgr. Frantisek Lobkowic, Gesandter Michal Cerny von der tschechischen Botschaft in Wien und Caritas-Präsident Franz Küberl erwartet. Nach der Begrüßung durch den Vorsitzenden der Stiftung, Abt Mag. Bernhard Naber, halten der Administrator der Stiftung, Roman Fröhlich, und die Kuratoren Abt Christian Haidinger und KAB-Diözesansekretär Erwin Burghofer die Laudationes. Im Anschluss lädt Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll zu einem Empfang.


Bischof Maximilian Aichern habe sich in der österreichischen Bischofskonferenz „unermüdlich für soziale Anliegen eingesetzt“, heißt es in einer Erklärung der Papst Leo Stiftung. Aufgrund seiner Initiative seien 1990 der Sozialhirtenbrief und 2003 das Ökumenische Sozialwort der christlichen Kirchen in Österreich entstanden. Aichern war Referatsbischof von Kath. Arbeitnehmerbewegung, Kath. Arbeiterjugend und Katholischer Aktion und suchte Kontakte zum ÖGB und Arbeiterkammer genauso wie zu Unternehmervertretungen. Er war zudem Protektor der Kath. Sozialakademie und des Betriebsseminars Linz.


Dr. Bedrich Vymetalik aus Brünn hat bereits während des kommunistischen Regimes im Untergrund christlich-soziale Aktivitäten gesetzt und nach erlangter Freiheit eine christliche Gewerkschaft gegründet. Er gilt als wichtigster Vertreter der Katholischen Soziallehre in Tschechien und lehrt auch an der Päpstlichen Akademie der Sozialwissenschaften im Vatikan. Vymetalik wurde von der Kath. Arbeitnehmerbewegung Tschechiens vorgeschlagen, nicht zuletzt auch deshalb, weil dieses Jahr auch die NÖ Landesausstellung länderübergreifend konzipiert ist.


Magaphon ist ein Projekt der Caritas der Diözese Graz-Seckau. Unter Führung von Mag. Gerhild Wrann dieses Caritasprojekt, die Ressourcen, Eigenständigkeit und Solidarität von Menschen, die am Rande der Gesellschaft leben durch Weiterbildungsangebote, Arbeit und kreative Aktivitäten zu stärken. Unter gibt Megaphon ein Straßenmagazin heraus und betreibt ein interkulturelles Cafe.


Die Preisträger wurden vom Stiftungskuratorium nach öffentlicher Ausschreibung aus 37 Einreichungen in geheimer Abstimmung ausgewählt.