Päpstliche Auszeichnung für Landeskonservator

Hofrat Dr. Peter König, von 2000 bis 2008 Landeskonservator von Niederösterreich, wurde von Bischof Dr. Klaus Küng für seine Verdienste um die Denkmalpflege kirchlicher Kulturgüter im Bereich der Diözese St. Pölten mit dem päpstlichen Silvesterorden ausgezeichnet. In der Laudatio wies Bischof Klaus Küng hin, dass Niederösterreich „ein Land, reich an sakralen Orten mit besonderer Ausstrahlung“ sei. Diese Kulturdenkmäler konnten nicht nur erhalten werden, sondern zeigen sich heute in einem sehr guten Zustand. Hofrat Peter König sei bei der Erhaltung vieler dieser kirchlichen Kulturdenkmäler maßgeblich beteiligt gewesen, wies der Bischof hin. Bei vielen sei „seine Handschrift“ zu erkennen. König habe sich auch bemüht, Wege zu finden, die oft aufwendigen Restaurierungsarbeiten auch bewerkstelligen zu können.


In seinen Dankesworten sagte Hofrat König, dass er über diese Auszeichnung überrascht und gleichsam erfreut war. Schon als Schüler habe er sich „lieber Ansichtkarten und Bücher von Kunstdenkmälern statt Schokolade“ besorgt, erzählte er. Sein besonderes Interesse galt den großen Ausstellungen, wobei er sich noch besonders an die Kremser-Schmidt-Ausstellung im Jahr 1951 im Minoritenkloster in Krems und an die große Barockausstellung 1960 in Melk erinnern konnte.
Die Aufgabe des Bundesdenkmalamtes und seiner Landesstellen seien sowohl der Denkmalschutz als auch die Denkmalforschung und die Denkmalpflege mit Beratung, Restaurierung und Erhaltung der Objekte mit Denkmalcharakter, wies König hin. Eine Liste sämtlicher Objekte mit Denkmalcharakter in allen Regionen Österreichs werde in einer Denkmaldatenbank ab nächstem Jahr zur Verfügung stehen. Die „intakte Denkmallandschaft“ im Land sei aber nur durch das große Engagement der Eigentümer, vor allem der Kirche und unter Mithilfe der Länder möglich, betonte er.


Seit 1971 ist Dr. Peter König beruflich in der Denkmalpflege tätig und war in die Restaurierung zahlreicher der Stifte und Klöster involviert. Im Jahre 2000 übernahm er die Leitung des Landeskonservatorates für Niederösterreich und betreute unter anderem auch die Restauriervorhaben der Stifte Altenburg und Herzogenburg.
So wohnten neben Vertretern der Diözese, des Landes und der Stadt St. Pölten auch Äbte dieser Verleihung bei: Propst Maximilian Fürnsinn von Herzogenburg, Abt Matthäus Nimmervoll von Lilienfeld, Abt Berthold Heigl von Seitenstetten, Abt Georg Wilfinger von Melk und Altabt Bernhard Naber von Altenburg.


Der „Silvesterorden“ ist ein päpstlicher Orden und wurde 1841 von Papst Gregor XVI. für Verdienste um die römisch-katholische Kirche gestiftet. Der Orden zeigt auf einem achtzackigen goldenen weiß emaillierten Malteserkreuz auf der Vorderseite das Bild Papst Silvester I., der von 314 bis 335 wirkte.