Neues Studienjahr an der Hochschule eröffnet

Mit einem Gottesdienst in der Kapelle des Priesterseminars, zelebriert von Bischof DDr. Klaus Küng, Weihbischof Dr. Anton Leichtfried, Rektor Dr. Josef Kreiml und Professoren der Hochschule, wurde am 1. Oktober das neue Studienjahr an der Philosophisch-Theologischen Hochschule St. Pölten eröffnet. Bei der Begrüßung nahm Bischof Küng auf die Tagesheilige Therese von Lisieux Bezug und auf ihren Ausspruch: „Im Herzen der Kirche, meiner Mutter, will ich Liebe sein.“ Mit ihrem kurzen und von der Welt abgeschiedenen Leben im Karmel habe sie Großes bewirkt, weil sie entdeckt habe, dass das Wesentliche die Liebe ist. Für viele Erneuerungsbewegungen sei sie heute Vorbild. Liebe, eine Kraft, stärker als der Tod, könne alle Hindernisse überwinden und sogar im Leid reifen.


In seiner Predigt bezeichnete der Bischof den Glauben als das Entscheidende, gleichsam als die „Gretchenfrage“ in jederlei Hinsicht. Der Glaube sei das Entscheidende im Hinblick auf die Situation der Kirche und auch im Hinblick auf die Situation der Gesellschaft. Der Glaube sei auch das Entscheidende in der Frage der geistlichen Berufungen. Das Erwecken des Glaubens müsse aber immer einhergehen mit der Bereitschaft zur Umkehr.


Man müsse gewiss die Augen offen haben für die Probleme in der Gesellschaft, für die Probleme der Kirche, für die Probleme bei sich selber, aber man dürfe dabei nicht stehen bleiben sondern müsse immer weiter gehen und Christus finden. Neben allen notwendigen Dingen dürfe daher das geistliche Leben nicht vernachlässigt werden. Es gelte, immer tiefer einzudringen in die Glaubensgeheimnisse, sich Zeit zu nehmen für das Gebet und die Lektüre der Heiligen Schrift.


Schließlich erinnerte der Bischof an die missionarische Sendung eines jeden, der an Christus glaubt. Nicht erst in einer offiziellen Funktion sei die missionarische Sendung zu erfüllen, sondern jeder habe an seinem Platz und seinen Mitmenschen gegenüber diesen Auftrag.
J.W.


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