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Neue Caritas Nothilfe-Sozialberatungsstelle in Krems

Die Caritas eröffnete eine neue Nothilfe-Sozialberatungsstelle in Krems. Nach St. Pölten, Amstetten und Waidhofen an der Thaya ist dies bereits die vierte Sozialberatungsstelle in der Diözese St. Pölten. Mag. Helmut Baumgartner, ausgebildeter Theologe und Diplom-Sozialarbeiter, wird die Beratungsstelle am Bahnhofplatz 8 leiten. Bei der Eröffnung forderte Caritasdirektor Mag. Friedrich Schuhböck erneut die rasche Einführung der bedarfsorientierten Mindestsicherung.
Die Caritas stehe in erster Linie für Nothilfe für Menschen in allen Lebenslagen: „Wir leisten im Inland Überbrückungshilfe und keine Dauerhilfe“, betonte Schuhböck. Daher sei die Einführung der Mindestsicherung ein Gebot der Stunde. Neben der individuellen Nothilfe sei die Caritas auch ein Anwalt benachteiligte Menschen. „Diese Anwaltschaft ist ein wichtiger Beitrag in der Gesellschaft“, so Schuhböck, „auch wenn sie uns nicht immer positive Zustimmung bringt. Es geht um die Würde der Menschen und mehr Solidarität in Österreich und in der Welt.“


Im Vorjahr haben in der Diözese St. Pölten mehr als 3500 Menschen die Sozialberatung der Caritas in Anspruch genommen. Dabei mussten neben Lebensmittel- und Kleiderspenden alleine 135.000 Euro zur Überbrückung von Notlagen für Familien aufgewendet werden. Besonders stark angestiegen (plus 22 Prozent gegenüber 2007) sind die einmaligen Hilfen bei einer drohenden Stromabschaltung, besonders wenn damit im Winter auch die Heizung betroffen ist.


Die Caritas ist in Krems auch über den Verein JobCare am SOMA (Sozialmarkt) – ebenfalls am Bahnhofplatz – beteiligt. Bürgermeisterin Inge Rinke zeigte sich erfreut über alle diese Caritas-Initiativen für die Stadt. Da „die Not ist heute sichtbarer als frührer“ sei, schätze sie besonders das Fachwissen und das Engagement der Caritas.


Foto(v.l.n.r.): Peter Binder (Verein JobCare), Dietmar Prakesch (Leiter der Sozialabteilung der BH Krems), Beate Schneider (Caritas-Bereichsleiterin für Menschen in Not), Caritasdirektor Friedrich Schuhböck, Sozialberater Helmut Baumgartner und Bürgermeisterin Inge Rinke. Foto: Caritas / Karl Lahmer