Mobiler Sozialmarkt für das Waldviertel

Den ersten mobilen Sozialmarkt für das Waldviertel präsentierten Landesrätin Johanna Mikl-Leitner, Mag. Karl Fakler vom AMS-NÖ und Dr. Walter Feninger, Geschäftsführer des Sozialen Arbeitsmarktes NÖ (SAM) in St. Pölten. Ab 21. September fährt der neue Verkaufsbus täglich von Montag bis Freitag nach einem fixen Fahrplan 14 Gemeinden im Waldviertel an. Bei dem Projekt arbeiten auch sechs „Transitbeschäftigte“ mit: Langzeitarbeitslose, die für ein Jahr bei SOMA angestellt sind und in dieser Zeit dauerhaft vermittelt werden sollen.
Menschen mit geringem Einkommen können im SOMA Waren, transportbeschädigt sind, kurz vor Ende des Haltbarkeitsdatums stehen oder aus Überproduktionen stammen, zu geringen Preisen erwerben. Sie bekommen dadurch die Chance, mit weniger Geld besser über die Runden zu kommen; Industrie und Handel ersparen sich Entsorgungskosten. „Menschen mit geringem Einkommen zu unterstützen, ist ein Eckpfeiler unseres Leitbildes“, erklärt Claudia Zwingl, Projektverantwortliche für den SOMA Waldviertel. „Und dies führt gleich weiter zum umweltökonomischen Aspekt unseres Leitbildes, nämlich ‚verteilen statt vernichten’“, so Zwingl.


„Wir haben schon einige Lieferanten, die uns unterstützen wollen“ freut sich Edith Oberbauer, Marktleiterin des SOMA Waldviertel. „Aber nachdem wir ja ein sehr großes Gebiet bedienen wollen, sind wir warentechnisch noch lange nicht voll versorgt und wir freuen uns über jeden weiteren Lieferanten, der mit uns zusammenarbeiten möchte!“


Bedenken, dass der SOMA ein Konkurrent der Nahversorger werden könnte, können entkräftet werden, „da man zum Soma nicht mit Einkaufszettel einkaufen gehen kann“, so Oberbauer. Es gebe immer nur jene Waren im Sortiment, die der SOMA von den Projektpartnern angeboten bekomme. „Wir raten allen, dass sie zuerst bei uns vorbeischauen und danach den Rest beim Nahversorger oder im Supermarkt kaufen. Damit ersparen sich die Kunden viel Geld, das sie dann gut für Lebensmittel einsetzen können, die sie sich sonst nicht leisten könnten“, erklärt Susanne Steinböck von Marktleitung SOMA Waldviertel.


Bevor der SOMA-Bus ab 21. September seine Runden im Waldviertel zieht, wird der mobile Sozialmarkt an fünf Terminen an fünf verschiedenen Orten vorgestellt. Zu den Präsentationen kommen die jeweiligen Bezirkshauptmänner und die Bürgermeister der Gemeinden, die das Projekt finanziell unterstützen.
Montag, 14. September, 11.00 Uhr: Horn, Matzek Parkplatz
Mittwoch, 16. September, 11.00 Uhr: Waidhofen/Thaya, Parkplatz beim Waldrapp
Donnerstag, 17. September, 11.00 Uhr: Gmünd, Parkplatz Mühlgasse
Freitag, 18. September, 11.00 Uhr: Gföhl, neuer Parkplatz hinter dem Stadtamt
Freitag, 18. September, 13.30 Uhr: Zwettl, Parkplatz an der Rückseite des Stadtamts


Wer beim mobilen Sozialmarkt einkaufen will, benötigt eine eigene Berechtigungskarte, die nachweist, dass das Monatseinkommen 820 Euro nicht übersteigt (bei Zwei-Personen-Haushalten: 1.230 Euro). Weitere Informationen im Internet: SAM-NÖ


Foto: Dr. Walter Feninger, Mag. Karl Fakler, LR Johanna Mikl-Leitner, Claudia Zwingl (v.l.)