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MIVA feiert heuer 60-Jahr-Jubiläum

Die „Missions-Verkehrsarbeitsgemeinschaft“ (MIVA) feiert 2009 ihr 60-jähriges Bestehen. Aufgabe des Hilfswerks der katholischen Kirche mit Sitz in Stadl-Paura in Oberösterreich ist es, aus Spendengeldern Fahrzeuge für die jungen Kirchen in den Entwicklungsländern zu finanzieren. MIVA-Fahrzeuge sind im pastoralen Einsatz unterwegs, aber auch für Entwicklungs- und Sozialprojekte sowie für die medizinische Versorgung.
Das erste Missionsfahrzeug im Jubiläumsjahr konnte am Sonntag im niederösterreichischen Gmünd übergeben werden. Es geht an den nigerianischen Priester Reginald Nnamdi, der seit seinem Studium in St. Pölten regen Kontakt zur Gmünder Stadtpfarre St. Stefan pflegt. Nach seiner Rückkehr nach Nigeria wurde Nnamdi bei der Umsetzung verschiedenster Entwicklungshilfeprojekte von Gmünd aus unterstützt. Durch eine Spende aus Gmünd und Erlöse der Christophorus-Aktion konnte nun ein geländegängiges Fahrzeug angeschafft werden.


Bisher 21.000 Fahrzeuge finanziert


Seit ihrem Bestehen hat die österreichische MIVA etwa 21.000 Fahrzeuge – Geländewagen und PKW, Lastwagen, Traktoren und landwirtschaftliche Geräte, Motor- und Fahrräder, aber auch Boote, Flugzeuge und sogar Maultiere und Elefanten – finanziert. Der Gesamtumsatz beläuft sich auf rund 110 Millionen Euro. Pro Jahr werden Ansuchen aus etwa 70 Ländern der Welt bearbeitet.


Die größte jährliche Spendenaktion der MIVA ist die "Christophorus-Aktion". Alle Autofahrer werden an einem Sonntag im Juli aufgerufen, als Dank für jeden unfallfrei gefahrenen Kilometer einen minimalen Betrag („Zehntel Cent“) für ein Missionsfahrzeug zu spenden und damit einen Beitrag zur weltkirchlichen Solidarität zu leisten. Die Jubiläumsveranstaltungen "60 Jahre MIVA in Österreich" finden von 24. Juli bis 26. Juli im Christophorushaus Stadl-Paura statt.


Die Geburtsstunde der ersten MIVA (in Deutschland) schlug schon 1927: P. Otto Fuhrmann, Missionar in Namibia, erkrankte schwer. Einheimische wollten ihn auf einem Ochsenkarren in das nächste Spital bringen. Als der Karren im Morast steckenblieb, trugen sie ihn zu Fuß weiter. Die mehrtägige Reise schwächte P. Fuhrmann so sehr, dass er kurz darauf starb. Sein Freund und Ordensbruder P. Paul Schulte, wegen seiner Flugbegeisterung der "Fliegende Pater" genannt, fasste daraufhin den Entschluss, ein Hilfsprojekt zur "Motorisierung" der Mission zu starten.


Die MIVA gibt es inzwischen auch in Großbritannien, den Niederlanden, Korea, Polen, der Schweiz, der Slowakei, Slowenien, Spanien und in den USA. (kap/dsp)


Foto:Gmünder Stadtpfarrer Mag. Rudolf Wagner und Rev. Fr. DDr. Reginald Nnamdi aus Nigeria mit dem ersten MIVA-Fahrzeug des Jubiläumsjahres