Lehrer: Fachkompetenz und „Begründung in Christus“

Die Bedeutung von Lehrerinnen und Lehrern als „Bezugspunkt für Schüler und Eltern“ unterstrich Bischof DDr. Klaus Küng beim Abschlussgottesdienst des Lehrjahres der Kirchlichen Pädagogischen Hochschule in Krems St. Paul. Diese Stellung der Lehrpersonen hänge nicht nur von ihrer Fachkompetenz ab, sondern auch von ihrer „Begründung im Glauben an Christus“, wie Küng betonte.
Für Gläubige sei der Beruf stets auch Berufung, „Bestandteil dessen, was Gott von uns erwartet“, sagte der Bischof in seiner Predigt. So bringe zwar jeder gewisse Talent mit, entscheidend sei jedoch auch die angeeignete „Grundhaltung zu Gott, zum Leben zu den Menschen“. Die Begegnung mit anderen Menschen – wie im Lehrberuf – sei immer auch die „Begegnung mit einem Geheimnis“, betonte Küng. Deswegen wünsche er den Studierenden eine „feste Verwurzelung in Gott“, die im Umgang mit anderen die nötige Inspiration gebe.


Bei der anschließenden akademischen Feier überreichte Bischof Küng gemeinsam mit Rektorin DDr. Ulrike Greiner den diesjährigen Absolventinnen und Absolventen der Hochschule ihre Diplome. Brigitta Markl wurde für die beste Bachelorarbeit ihres Jahrganges mit dem dafür gestifteten Ehrenring des NÖ Jugend Rot Kreuzes ausgezeichnet.


„Kompetenz ist mehr als Fachwissen“, betonte Rektorin Greiner in ihrer Ansprache. Eine Lehrer/innenbildung auf christlicher Grundlage frage nicht nur nach Leistung, sondern auch nach dem Ethos. Gefragt seien Lehrpersönlichkeiten, die sich in rasch verändernden Situationen zurechtfinden und „die Potentiale eines Kindes antizipieren“ können. Es gelte, nicht nur die Wissenslücken der Kinder zu füllen, sondern auch „auf ihre ungestellten Fragen zu antworten“, führte die Rektorin aus.


Foto: Bischof Klaus Küng und Rektorin Ulrike Greiner gratulieren der Jahrgangsbesten Brigitta Markl.