Katholischer Elternverein gründet Landesverband in Niederösterreich

„Ich freue mich, dass Sie sich an diese Aufgabe wagen“, ermunterte Bischof Klaus Küng die Initiatoren des Landesverbandes katholischer Elternvereine Niederösterreichs bei der Gründungsversammlung am 26. November im Sommerrefektorium des Bistumsgebäudes in St. Pölten. Der Hauptverband katholischer Elternvereine Österreichs wurde bereits 1949 gegründet und besteht somit seit über 60 Jahren. Hauptaufgabe ist es, die Interessen der Eltern von Schülerinnen und Schülern an katholischen Privatschulen wahrzunehmen sowie Kinder und Jugendliche an römisch-katholischen Bildungseinrichtungen, Kindergärten und Horten zu fördern. Aktive Landesverbände gibt es derzeit in Wien, Oberösterreich, Tirol und der Steiermark, wie Präsident Ing. Stefan Mandahus feststellte. Nun soll nach mehrmaligen Anläufen auch in Niederösterreich, das die Erzdiözese Wien wie auch die Diözese St. Pölten umfasst, ein eigener Landesverband gegründet werden. Immerhin befindet sich ein Drittel katholischer Privatschulen Österreich in Wien und Niederösterreich.


Die vorerst kleine Gruppe sei „ein Zeichen, dass es nicht ganz einfach ist, die Eltern zu mobilisieren“, sagte Bischof Küng weiter. Dennoch sei es wichtig, Eltern zu ermuntern, ihre Verantwortung wahrzunehmen. Die katholischen Privatschulen befänden sich derzeit in einer schwierigen Situation. Es sei notwendig, alles daranzusetzen, damit das Profil dieser Schulen gewahrt bleibe, wies der Bischof hin. Viele Dinge beginnen im Kleinen, können aber viel entzünden, sprach er den Initiatoren für ihr „großes Anliegen“ Mut zu.


Der Obmann des Niederösterreichischen katholischen Elternvereins, Mag. Georg Maiwald unterstrich die Bedeutung der Anliegen. So will der katholische Elternverein eine Informationsplattform für die beiden Diözesen Wien und St. Pölten im Bereich der Privatschulen sein wie auch Stimme beider Diözesen in Schulfragen und mithelfen, „mit einer Stimme“ im Landesschulrat aufzutreten sowie als Partner der Schulerhalter katholischer Privatschulen fungieren.
Österreich-Präsident Ing. Stefan Mandahus erläuterte die schwierige Situation katholischer Privatschulen, die etwa durch die Schulorganisationsreform stärker belastet würden. Beispielsweise würden die Personalkosten von der öffentlichen Hand übernommen werden, das stetig steigende Sachbudget müssen diese Schulen aber selbst aufbringen. Noch dazu würden manche Gehälter, etwa im EDV-Bereich, als Sachbudget geführt.
Unter den Teilnehmern auch der Direktor des Diözesanschulamtes St. Pölten, Msgr, Karl Schrittwieser. Die Schulamtsleiterin der Erzdiözese Wien, Dr. Christine Mann überbrachte in einem Grußwort dem neuen Landesverband die besten Glückwünsche für das Gelingen seiner Arbeit.


Am Foto vlnr.: Mag. Rudolf Sparer, Mag. Stefan Stöger, NÖ-Obmann Mag. Georg Maiwald, Gerhard Marchard, Mag. Marianne Riemer, Bischof Dr. Klaus Küng, Präsident Ing Stefan Mandahus, Schulamtsleiter Dir. Msgr. Karl Schrittwieser, Vizepräsidentin Cornelia Franckenstein.