Katholische Fakultäten und Hochschulen tagten in St. Pölten

Das Kontaktkomitee der katholischen Fakultäten und Hochschulen in Österreich tagte in St. Pölten. Dem Kontaktkomitee gehören die Diözesanbischöfe, Dekane und Rektoren an. Vorsitzender ist Erzbischof Dr. Alois Kothgasser, der in der Österreichischen Bischofskonferenz als Referent für die theologischen Fakultäten und Hochschulen zuständig ist.
Im Mittelpunkt des Treffens stand die Erarbeitung neuer Studienpläne für die Doktoratsstudien, wie Prof. Dr. Josef Kreiml, Rektor der St. Pöltner Hochschule, erklärte. Dabei gelte es, die staatlichen Studienpläne mit den Vorgaben der Bildungskongregation in Einklang zu bringen. Eine Schwierigkeit besteht darin, dass das römische Ausbildungssystem mit dem Lizentiat eine Graduierung zwischen dem Magisterium und dem Doktorat kennt. Das Lizentiat entspricht weitgehend dem heimischen Doktorgrad, während das „römische“ Doktorat bereits zum Lehren an einer Hochschule berechtigt, also einer Habilitation entspricht. Bereits im vergangenen Herbst sind die Studienpläne für die neuen Bakkalaureats- und Masterstudien in Kraft getreten.


In Österreich gibt es vier katholisch-theologische Fakultäten an staatlichen Universitäten, eine an der kirchlichen Privatuniversität der Kirche in Linz und drei Philosophisch-Theologische Hochschulen in St. Pölten, Heiligenkreuz und Gaming. Die Päpstliche Hochschule in Gaming mit dem Studienschwerpunkt Ehe und Familie übersiedelt 2010 nach Trumau.


Das Kontaktkomitee tagt zweimal im Jahr, jeweils an einem anderen Studienort. Bisher waren stets die großen Fakultäten in den Universitätsstädten Tagungsorte. Erzbischof Kothgasser hatte angeregt, künftig auch die kleineren Hochschulen zu besuchen. So ist die Hochschule in St. Pölten mit derzeit rund 70 Studierenden als aktueller Tagungsort ausgewählt worden. Im November treffen sich die Bischöfe, Dekane und Rektoren in der päpstlichen Hochschule in Heiligenkreuz.