Weihbischof Anton Leichtfried bei der Karfreitagsliturgie
Pilgern im Sommer
Erntekrone
 
 

Jesus Christus den Menschen bringen

Das dreitägige gesamtösterreichische Treffen aller Priesterstudenten aus den Diözesen Österreichs und Südtirols endete am Sonntag mit einem Gottesdienst im Dom zu St. Pölten. Gerade zwischen Christi Himmelfahrt und Pfingsten trete die Kirche gleichsam in den Abendmahlsaal ein, um den Heiligen Geist zu erbitten, sagte Bischof DDr. Klaus Küng vor den Studenten. Es sei nicht eine Frage des Zölibates, sondern des Glaubens an Jesus Christus und das ewige Leben, warum es heute weniger Priesterberufe gebe, sagte Bischof Klaus Küng. Bereits Dostojewski stellte die Grundfrage des Menschen, ob man als aufgeklärter Europäer noch an die Göttlichkeit des Menschensohnes Jesu Christi glauben könne. Papst Benedikt habe in seinem Buch „Jesus von Nazareth“ genau dieselbe Grundfrage des Menschen heute behandelt, wies der Bischof hin.


Jesus offenbarte den Vater, um den Menschen zu zeigen, wer Gott ist. Doch er brachte nicht nur die Information, vielmehr gebe er jedem Glaubenden die Möglichkeit, selbst Kind Gottes zu werden. So sei für alle Priester das geistliche Leben sowie die Verbindung mit Jesus Christus und damit auch untereinander das wichtigste, wies der Bischof hin. So wie jede trockene Erde nach Regen verlange, um fruchtbar zu werden, sei ein Priester, der geistliches Leben vermittle, notwendig für alle Menschen, verglich der Bischof. Die Kernaufgabe eines Priesters sei daher, Jesus Christus den Menschen zu bringen.


Die anwesenden Priesterstudenten rief er auf, zu beten, damit die Sehnsucht nach Gott und Christus dem Retter in jedem geweckt und vertieft werde. Dann werde auch das Verlangen wachsen, Arbeiter in den Weinberg des Herrn zu senden.