„Ja sagen, wenn Dunkelheit die Seele bedrängt“

„Im Leid und Krankheit tritt Christus in einer ganz besonderen Weise an uns heran. Wir müssen lernen, in rechter Weise zu reagieren.“ Unter diesem Zeichen stand die Predigt von Bischof Klaus Küng bei der diesjährigen Krankenwallfahrt der Legion Mariens nach Maria Dreieichen. Mehr als 250 Kranke aus dem Bezirk Hollabrunn und umliegenden Bezirken waren dismal nach Maria Dreieichen gepilgert. Der Bischof lud in seiner Predigt die Anwesenden ein, aus dem Leben Mariens zu lernen; auch sie habe ihr erstes „Ja“ immer wieder neu sprechen müssen, „gerade dann, wenn Dunkelheit die Seele bedrängt“. Mit Maria könne man einüben, „ja zu sagen, wenn die Sonne scheint, und wenn sie manchmal nicht da ist; wenn es leicht fällt oder manchmal ganz schwer.“ In Vorbereitung auf die eucharistische Krankensegnung tröstete Bischof Küng die Anwesenden mit den Worten: „Er, der am Kreuz gelitten hat, ist unter uns gegenwärtig; wir sind in unseren Krankheiten nicht allein.“


Nach dem Eintreffen der Pilger hatte die Wallfahrt mit Beichtgelegenheit in der Kirche und am Brünnlein sowie mit Eingangs- und Rosenkranzgebeten begonnen. Der Höhepunkt des Tages war die Heilige Messe mit der anschließenden feierlichen Krankensegnung durch den Bischof. Eine Agape rundete die Feier ab.


Die Legion Mariens ist eine 1921 in Irland entstandene Laienorganisation, deren Mitglieder sich dem Laienapostolat widmen – unter anderem im Milieu der Prostituierten und in der Krankenseelsorge. In Österreich gehören ihnen 2.000 aktive Legionäre und ca. 14.000 Hilfsmitglieder an.