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Großes Interesse am Paulusjahr

Auf großes Interesse stößt das Paulusjahr in den Pfarren der Diözese St. Pölten. Die Angebote des Katholischen Bildungswerkes (KBW) werden stark genutzt, zahlreiche Pfarren organisieren auch eigene Veranstaltungen. Seit Beginn des Paulusjahres im Juni 2008 wurden der Diözese 34 Veranstaltungen gemeldet, bis Juni dieses Jahres sind zurzeit weitere 30 Vorträge, Seminare, Diskussionen und spirituelle Angebote geplant.
„Das Interesse an religiösen Fragen und Themen nimmt derzeit in der Gesellschaft und in der Erwachsenenbildung wieder zu“, erklärt Mag. Peter Haslwanter vom KBW zum positiven Echo auf das Paulusjahr. Einerseits zeige sich zwar eine zunehmende religiöse Vielfalt, gleichzeitig sei jedoch auch eine Rückbesinnung auf die eigene Identität, die eigenen Wurzeln festzustellen. „In der Gestalt des Paulus wird das authentisch Christliche wieder anschaulich und greifbar“, so Haslwanter.


Die Themen der Veranstaltungen zum Paulusjahr reichen von theologischen Vorträgen über Bibelseminare und liturgische Workshops bis zu Diavorträgen über die historischen Wirkungsstätten des Heidenmissionars. Besonders die Person des Apostels Paulus, sein Leben und Wirken, stoßen auf großes Interesse. „Mit Hilfe der neuen Bibelwissenschaften kommt ein neues Paulusbild ans Tageslicht“, betont Haslwanter: „Aus dem klischeehaften Superapostel wird ein angreifbarer, lebendiger, dynamischer, streitbarer und verletzlicher Mensch mit seinen Erfolgen und auch mit seinen Krisen.“ Befruchtend für die Arbeit in den Pfarrgemeinden sei die Erkenntnis, dass Paulus kein „einsamer Held“ war, sondern eingebunden in das Beziehungsnetzwerk seiner Mitarbeiter in den Gemeinden wirkte. Haslwanter: „Er war ein Praktiker, der den Dialog pflegte.“


Wichtig für die verbindende Dimension des Paulusjahres sind ökumenische Veranstaltungen, wie sie zum Beispiel in Krems an drei Abenden mit dem Titel „Gemeinsam mit Paulus unterwegs auf Ostern hin“ stattfinden. Auch Frauenthemen sind stark nachgefragt. So zeigt etwa die Referentin Mag. Martha Vogl in mehreren Vorträgen „Stolpersteine rund um Paulus und die Frauen“ auf. Dazu meint Mag. Haslwanter: „Wenn wir Paulus ‚auf Augenhöhe’ begegnen, können wir auch sein Verhältnis zu Frauen neu sehen: Er war keineswegs frauenfeindlich.“ Vielmehr könnte Paulus als „Lehrmeister in Sachen Menschlichkeit“ entdeckt werden.


Auf die Spuren des Apostels Paulus in Kleinasien begibt sich die kommende Diözesanwallfahrt St. Pöltens vom 18. bis 25. April 2009. Tarsus, der Geburtsort des Apostels, Konya, das frühere Ikonium, Perge und Antalya, sind neben anderen religiösen und kulturellen Sehenswürdigkeiten wie Kappadokien und Göreme nur einige Stationen dieser Wallfahrt.


Die aktuellen Veranstaltungen zum Paulusjahr finden Sie auf der Website www.dsp.at/paulusjahr.
Nähere Informationen zur Diözesanwallfahrt finden Sie hier.