„Gärten-Stift“ Altenburg bietet neue Attraktionen

Das Benediktinerstift Altenburg startet mit neuen Attraktionen in das Ausstellungsjahr 2009: Am Ostermontag, 13. April, eröffnen Abt Christian Haidinger und Landeshauptmann-Stellvertreter Wolfgang Sobotka das neue, mehrgeschossige Garten-Foyer. Eine neue Liftanlage stellt die barrierefreie Verbindung zwischen den Kaiserzimmern des 18. Jahrhunderts und dem spätmittelalterlichem „Kloster unter dem Kloster“ her und macht die Begehung des „Gartens der Stille“ möglich. „Diese neu angelegte Gartenanlage bietet beeindruckende Blicke auf die mehr als 200 Meter lange Monumentalfassade des Barockjuwels des Waldviertels“, erklärt dazu der Prior von Altenburg, P. Albert Groiß.


Mittels der neuen Liftanlage fahren die Besucher von den kaiserlichen Gästeappartements entlang der Fassade der mittelalterlichen Veitskapelle und erreichen damit erstmals auch das „Infirmarium“, die Krankenabteilung der Sunnberger-Stiftung aus der Zeit um das Jahr 1300. „In kürzester Zeit erlebt man die 900-jährige Geschichte der Waldviertler Mönche vor Ort“, so P. Albert.


„Nach alter Tradition“ wird am Ostermontag auch der neue Wein aus dem Keller gehoben: In den Kaiserzimmern reicht das Stiftsweingut Ewald Gruber den neuen Top Grand Cru „Domäne Stift Altenburg“ zur Verkostung.


Als „Benediktiner im Herzen Europas“ kooperieren die Altenburger Mönche mit der Niederösterreichischen Landesausstellung, die heuer unter dem Titel „Österreich. Tschechien. Geteilt – getrennt – vereint“ grenzüberschreitend in Horn, Raabs und Telc (Tschechien) durchgeführt wird. Stift Altenburg ist Ticketpartner der Landesausstellung und bietet ein attraktives „Rastprogramm“ innerhalb der Themenschwerpunkte der Landesausstellung. Die weiten Gartenanlagen wie der „Garten der Religionen“, der „Schöpfungsgarten“, der „Apothekergarten“ und der neue „Garten der Stille“ laden zur Muße zwischen den drei Ausstellungsstätten.
„Benediktiner im Herzen Europas“ lautet auch der Titel des neuen Ausstellungskataloges des Stifts der zugleich auch ein aufwändig gestalteter Bildband über das Benediktinerstift Altenburg ist.


Benediktinische Kernthemen prägten Europa


Sonderführungen für Gruppen präsentieren die Tradition und das geistliche Fundament der Benediktiner. Anhand von Ausgrabungen und Kunstwerken aus den verschiedenen Jahrhunderten werden Interessierten benediktinische Kernthemen erschlossen, die Europa über Jahrhunderte prägten: „Stabilitas“ (Beständigkeit, Bodenständigkeit), „Conversatio“ (Beweglichkeit, Aufgeschlossenheit) und „Oboedientia“ (Hörbereitschaft, Gemeinschaft), Gastfreundschaft, Zeit, Stille sowie der bekannte Leitspruch „Bete, lies und arbeite!“.


Die Benediktsregel war seit der Karolingerzeit am Anfang des 9. Jahrhunderts die Mönchsregel für Europa schlechthin. Sie bildete die Basis für die Feier des Gottesdienstes, für Bildungs- und Fürsorgeeinrichtungen, für die Vermittlung von Kunst und Wissenschaft oder den nachhaltigen Umgang mit der Natur und ihren Früchten. „Die Weisungen des heiligen Benedikts bieten aber auch heute noch Mönchen und suchenden Menschen Halt“, betont P. Albert.


Stift Altenburg